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Games Workshop Group Aktie (ADR)

Aktie
WKN:  A415FC ISIN:  US36469N1072 US-Symbol:  GWKSY Branche:  Hotels, Restaurants u. Freizeit Land:  Großbritannien
23,90 $
+0,44 $
+1,88%
20,298 € 17.02.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
7,42 Mrd. €
Streubesitz
-
KGV
-
Faktor
10
Originalaktie
Games Workshop Group Aktie (ADR) Chart

Unternehmensbeschreibung

Games Workshop Group plc ist ein spezialisierter britischer Hersteller und Vertreiber von Tabletop-Miniaturenspielen mit globaler Markenreichweite und einer starken Nischenposition im Segment strategischer Fantasy- und Science-Fiction-Spiele. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Nottingham fokussiert sich auf vertikal integrierte Wertschöpfung rund um die Kernmarke Warhammer und lizenziert ergänzend seine geistigen Eigentumsrechte an externe Partner in den Bereichen Videospiele, Bücher und Merchandise. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie vor allem als Exponierung gegenüber einem etablierten Intellectual-Property-Ökosystem im wachsenden Fantasy- und Fantasy-Gaming-Markt relevant, das auf wiederkehrende Umsätze aus Sammlern, Spielern und Fans zielt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Games Workshop basiert auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung eigener Fantasy-Universen mit starkem Fokus auf Figuren, Spielsysteme und begleitende Publikationen. Kern ist ein integriertes Modell, das mehrere Erlösströme bündelt:
  • Verkauf von Miniaturen, Bausätzen und Spielzubehör über eigene Retail-Stores, Online-Shop und Großhändler
  • Publikationen und Regelwerke, inklusive Codices, Kampagnenbänden und Hintergrundliteratur
  • Lizenzierung der Intellectual Property an externe Partner, vor allem im Segment Videospiele, digitale Plattformen und Medienadaptionen
  • Verkauf von Fanartikeln und Merchandising-Produkten innerhalb der Warhammer-Markenwelt
Das Unternehmen verfolgt ein hochmargiges, IP-getriebenes Modell, bei dem die Wertschöpfung primär aus dem Eigentum an den kreativen Universen und weniger aus reiner Fertigungstätigkeit resultiert. Die Kombination aus physischem Tabletop-Produkt, Community-Bindung und digitalen Lizenzdeals zielt auf eine langfristige Monetarisierung der Warhammer-Marken über den gesamten Lebenszyklus der Kundenbeziehung.

Mission und strategische Leitlinie

Games Workshop beschreibt seine Mission im Kern als die Schaffung der besten Fantasy-Miniaturenspiele der Welt. Die Unternehmensausrichtung zielt auf die konsequente Pflege und Erweiterung der eigenen Welten, insbesondere Warhammer Age of Sigmar und Warhammer 40,000, unter Wahrung kreativer Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung immersiver, konsistenter Narrative, die eine hohe Kundenbindung auslösen. Die Strategie setzt auf langfristige Markenpflege statt kurzfristiger Trendexploitation. Der Konzern betont wiederholt Produktqualität, Verlässlichkeit gegenüber der Spielerbasis sowie Disziplin beim Schutz des geistigen Eigentums als Kern seiner Mission.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio ist um einige zentrale Säulen strukturiert:
  • Tabletop-Miniaturen und Bausätze: Hochdetaillierte Kunststoff- und Resinfiguren, Armee-Boxen, Gelände und Zubehör für Warhammer 40,000, Warhammer Age of Sigmar und weitere Spezialspiele
  • Regelwerke und Publikationen: Grundregelbücher, Armeebücher, Erweiterungsbände und Kampagnensysteme, die das Metagame und die Spielbalance definieren
  • Black Library: Romane, Hörbücher und Hintergrundliteratur, die das Worldbuilding vertiefen und den narrativen Kern der Marken stärken
  • Digital- und Medienlizenzen: Lizenzen für PC- und Konsolenspiele, Mobile-Games, Streaming-Inhalte und andere Medienadaptionen auf Basis der Warhammer-Universen
  • Merchandising: Kleidung, Sammlerobjekte und Fanartikel, die das Franchise im Lifestyle-Bereich verankern
Zusätzlich bietet das Unternehmen Community-orientierte Dienstleistungen an, darunter In-Store-Spielveranstaltungen, Turniere und Events, die die Kundentreue fördern und den Absatz der Kernprodukte flankieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die operative Struktur von Games Workshop lässt sich grob in mehrere Geschäftsbereiche gliedern:
  • Manufacturing & Supply: Entwicklung, Design und Herstellung der Miniaturen und Publikationen, überwiegend in eigenen britischen Produktionsstätten
  • Retail: Netz eigener Markenshops (Warhammer Stores) in Kernmärkten, ergänzt durch E-Commerce über die eigene Website
  • Trade: Belieferung unabhängiger Fachhändler, Distributoren und ausgewählter Ketten, insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik
  • Licensed Products: Verwaltung und Ausbau der Lizenzverträge mit Drittanbietern im Bereich Videospiele, Medien und Konsumgüter
Diese Struktur unterstützt eine Kombination aus Direktvertrieb mit hoher Margenkontrolle und einem breiteren, skalierbaren Distributionsnetz über Handelspartner.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der zentrale Burggraben von Games Workshop liegt im Eigentum und der konsequenten Pflege der Warhammer-IP. Das Unternehmen verfügt über ein über Jahrzehnte gewachsenes, kohärentes Universum mit starkem Wiedererkennungswert und hoher Markentreue. Entscheidende Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Starke, eigenständige Markenidentität im Tabletop- und Fantasy-Segment mit globaler Fanbasis
  • Vertikale Integration von Design, Produktion, Publikation und Vertrieb, wodurch Qualität, Margen und Markenerscheinungsbild kontrolliert werden
  • Hohe Wechselkosten für bestehende Spieler, die oft signifikant in Armeen, Regelwerke und bemalte Miniaturen investiert haben
  • Ausgebaute Community-Struktur mit Clubs, Turnieren und Online-Plattformen, die als Netzwerkeffekt fungiert
  • Breite und tiefe Lore, die kontinuierliche Content-Erweiterung und Cross-Media-Verwertung ermöglicht
Diese Faktoren wirken zusammen als Schutzwall gegen neue Wettbewerber, die vergleichbare Welten und Community-Strukturen erst mit erheblichem Kapital- und Zeitaufwand aufbauen müssten.

Wettbewerbsumfeld

Games Workshop agiert in einem stark fragmentierten Markt für Tabletop-Spiele, Brettspiele und Fantasy-Entertainment, der zugleich mit digitalen Unterhaltungsformen konkurriert. Relevante Wettbewerber im näheren Umfeld sind unter anderem:
  • Privateer Press mit der Marke Warmachine/Hordes
  • Corvus Belli mit Infinity
  • Warlord Games und andere spezialisierte Tabletop-Anbieter
  • Große Brettspiel- und Rollenspielverlage wie Hasbro/Wizards of the Coast mit Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering als indirekte Konkurrenz um Freizeitbudgets
Darüber hinaus konkurriert Games Workshop um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auch mit Videospiel-Publishern und Streaming-Diensten. Trotzdem besetzt das Unternehmen eine eigenständige Nische, in der die Kombination aus physischen Sammlerprodukten und tiefem Worldbuilding bisher nur begrenzt substituierbar erscheint.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Games Workshop verfolgt eine klar fokussierte Strategie, die auf die Stärkung des Kerngeschäfts sowie den kontrollierten Ausbau von Lizenzeinnahmen setzt. Im Vordergrund steht die Priorisierung der eigenen Kernmarken vor breiter Diversifikation. Strategische Schwerpunkte umfassen:
  • Kontinuierliche Produktpflege und zyklische Überarbeitung der Hauptsysteme Warhammer 40,000 und Age of Sigmar
  • Ausbau des globalen Retail-Netzwerks, insbesondere in Nordamerika und Asien
  • Disziplinierte IP-Lizenzierung mit Fokus auf Qualitätskontrolle bei Videospiel- und Medienadaptionen
  • Verbesserung der operativen Effizienz in Produktion und Logistik sowie Stabilisierung der Lieferketten
Das Management kommuniziert traditionell in relativ nüchterner, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteter Form und meidet überzogene Wachstumsversprechen. Für konservative Anleger ist dies ein Indiz für eine eher vorsichtige Kapitalallokation und eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Branchen- und Regionsanalyse

Branchenseitig bewegt sich Games Workshop im Schnittbereich von Spielwarenindustrie, Hobbysegment, Publishing und Entertainment. Der globale Markt für Brett- und Tabletop-Spiele hat in den vergangenen Jahren strukturell von einer Renaissance analoger Spiele profitiert, während gleichzeitig die Digitalisierung neue Vertriebskanäle und crossmediale Verwertungsmöglichkeiten eröffnet. Die Nachfrage ist allerdings zyklisch und abhängig von Konsumlaune und Freizeitbudgets, insbesondere im Premiumsegment. Regional erzielt Games Workshop wesentliche Umsätze in Großbritannien und Europa, mit zunehmender Bedeutung Nordamerikas als Wachstumsmarkt. Der asiatisch-pazifische Raum, vor allem Japan und Australien, gewinnt an Relevanz, bleibt allerdings im Vergleich zu westlichen Märkten noch kleiner. Regulatorische Risiken sind im Kerngeschäft begrenzt, jedoch können Wechselkursbewegungen und Handelsbarrieren, etwa Zölle oder Logistikeinschränkungen, die Profitabilität beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Games Workshop wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien gegründet und entwickelte sich ursprünglich als Importeur und Händler von Brett- und Rollenspielen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus deutlich in Richtung eigener Tabletop-Systeme. In den 1980er-Jahren entstand das Warhammer-Fantasy-Universum, kurz darauf das Science-Fiction-Pendant Warhammer 40,000. Diese Eigenentwicklungen legten den Grundstein für das heutige IP-getriebene Geschäftsmodell. In den 1990er-Jahren und frühen 2000er-Jahren folgte der Ausbau der internationalen Präsenz, einschließlich eines Netzes eigener Läden. Parallel formierte sich mit der Black Library ein eigenständiger Publishing-Arm für Romane und Hintergrundgeschichten. In den vergangenen Jahren hat Games Workshop seine Marken verstärkt in Richtung digitaler Medien und Videospiele lizenziert und damit die Reichweite weit über den klassischen Tabletop-Markt hinaus gesteigert.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Games Workshop ist die starke Verzahnung von Produkt, Community und Storytelling. Die Unternehmensstrategie setzt bewusst auf eine enthusiastische Fanbasis, die erhebliche Zeit und Geld in Sammeln, Bemalen und Spielen investiert. Die Marke Warhammer fungiert als Plattform, auf der verschiedene Produktlinien, Events und Medieninhalte zusammenlaufen. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen eine vergleichsweise restriktive Haltung gegenüber inoffiziellen Produktnachbildungen und nutzt sein IP-Recht aktiv zur Verteidigung des Franchise. Gleichzeitig öffnet sich Games Workshop zunehmend für Kooperationen mit Streaming- und Medienpartnern, um die Markenbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Games Workshop mehrere strukturelle Chancen:
  • Starke, etablierte Marken mit hoher Kundenloyalität im Nischensegment der Tabletop- und Fantasy-Spiele
  • Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze aus bestehenden Spieler-Communities und laufenden Editionszyklen
  • Wachstumspotenzial durch Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika und ausgewählten asiatischen Märkten
  • Skalierbare Monetarisierung des geistigen Eigentums über Videospiele, Streaming und Merchandise
Dem stehen signifikante Risiken gegenüber:
  • Abhängigkeit von wenigen Kernmarken, insbesondere Warhammer 40,000 und Age of Sigmar, mit Konzentrationsrisiko
  • Veränderungen im Freizeitverhalten, etwa eine stärkere Verlagerung hin zu rein digitalen Angeboten
  • Wechselkurs- und Logistikrisiken aufgrund der internationalen Ausrichtung und zentralisierten Produktion
  • Potenzielle Ermüdungserscheinungen in der Community bei wahrgenommenen Fehlentscheidungen bezüglich Regelbalance, Preispolitik oder Produktverfügbarkeit
  • Reputationsrisiken im Falle unpopulärer IP-Durchsetzung oder kontroverser Medienkooperationen
Insgesamt handelt es sich um ein spezialisiertes, IP-zentriertes Geschäftsmodell mit klaren Wettbewerbsvorteilen, aber auch ausgeprägter Abhängigkeit von einer engagierten, aber anspruchsvollen Nischenkundschaft. Eine Anlageentscheidung sollte sorgfältig gegen die persönliche Risikotragfähigkeit und Diversifikationsziele abgewogen werden, ohne sich ausschließlich auf die vergangene Entwicklung der Marke und des Aktienkurses zu stützen.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 23,46 $
Gehandelte Stücke 426
Tagesvolumen Vortag 6.756,48 $
Tagestief 23,90 $
Tageshoch 23,90 $
52W-Tief -  
52W-Hoch 23,90 $
Jahrestief 23,26 $
Jahreshoch 28,52 $

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Prognose & Kursziel

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Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Nasdaq OTC Other 23,90 $ +1,88%
23,46 $ 17.02.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
17.02.26 23,90 8.580
13.02.26 23,46 6.756
11.02.26 24,67 14.788
10.02.26 24,18 2.418
05.02.26 23,97 9.013
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 23,46 $ +1,88%
1 Monat 25,076 $ -4,69%
6 Monate 20,00 $ +19,50%
1 Jahr - -
5 Jahre - -

Unternehmensprofil Games Workshop Group plc ADR

Games Workshop Group plc ist ein spezialisierter britischer Hersteller und Vertreiber von Tabletop-Miniaturenspielen mit globaler Markenreichweite und einer starken Nischenposition im Segment strategischer Fantasy- und Science-Fiction-Spiele. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Nottingham fokussiert sich auf vertikal integrierte Wertschöpfung rund um die Kernmarke Warhammer und lizenziert ergänzend seine geistigen Eigentumsrechte an externe Partner in den Bereichen Videospiele, Bücher und Merchandise. Für langfristig orientierte Anleger ist die Aktie vor allem als Exponierung gegenüber einem etablierten Intellectual-Property-Ökosystem im wachsenden Fantasy- und Fantasy-Gaming-Markt relevant, das auf wiederkehrende Umsätze aus Sammlern, Spielern und Fans zielt.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Games Workshop basiert auf der Entwicklung, Produktion und Vermarktung eigener Fantasy-Universen mit starkem Fokus auf Figuren, Spielsysteme und begleitende Publikationen. Kern ist ein integriertes Modell, das mehrere Erlösströme bündelt:
  • Verkauf von Miniaturen, Bausätzen und Spielzubehör über eigene Retail-Stores, Online-Shop und Großhändler
  • Publikationen und Regelwerke, inklusive Codices, Kampagnenbänden und Hintergrundliteratur
  • Lizenzierung der Intellectual Property an externe Partner, vor allem im Segment Videospiele, digitale Plattformen und Medienadaptionen
  • Verkauf von Fanartikeln und Merchandising-Produkten innerhalb der Warhammer-Markenwelt
Das Unternehmen verfolgt ein hochmargiges, IP-getriebenes Modell, bei dem die Wertschöpfung primär aus dem Eigentum an den kreativen Universen und weniger aus reiner Fertigungstätigkeit resultiert. Die Kombination aus physischem Tabletop-Produkt, Community-Bindung und digitalen Lizenzdeals zielt auf eine langfristige Monetarisierung der Warhammer-Marken über den gesamten Lebenszyklus der Kundenbeziehung.

Mission und strategische Leitlinie

Games Workshop beschreibt seine Mission im Kern als die Schaffung der besten Fantasy-Miniaturenspiele der Welt. Die Unternehmensausrichtung zielt auf die konsequente Pflege und Erweiterung der eigenen Welten, insbesondere Warhammer Age of Sigmar und Warhammer 40,000, unter Wahrung kreativer Kontrolle. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung immersiver, konsistenter Narrative, die eine hohe Kundenbindung auslösen. Die Strategie setzt auf langfristige Markenpflege statt kurzfristiger Trendexploitation. Der Konzern betont wiederholt Produktqualität, Verlässlichkeit gegenüber der Spielerbasis sowie Disziplin beim Schutz des geistigen Eigentums als Kern seiner Mission.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio ist um einige zentrale Säulen strukturiert:
  • Tabletop-Miniaturen und Bausätze: Hochdetaillierte Kunststoff- und Resinfiguren, Armee-Boxen, Gelände und Zubehör für Warhammer 40,000, Warhammer Age of Sigmar und weitere Spezialspiele
  • Regelwerke und Publikationen: Grundregelbücher, Armeebücher, Erweiterungsbände und Kampagnensysteme, die das Metagame und die Spielbalance definieren
  • Black Library: Romane, Hörbücher und Hintergrundliteratur, die das Worldbuilding vertiefen und den narrativen Kern der Marken stärken
  • Digital- und Medienlizenzen: Lizenzen für PC- und Konsolenspiele, Mobile-Games, Streaming-Inhalte und andere Medienadaptionen auf Basis der Warhammer-Universen
  • Merchandising: Kleidung, Sammlerobjekte und Fanartikel, die das Franchise im Lifestyle-Bereich verankern
Zusätzlich bietet das Unternehmen Community-orientierte Dienstleistungen an, darunter In-Store-Spielveranstaltungen, Turniere und Events, die die Kundentreue fördern und den Absatz der Kernprodukte flankieren.

Business Units und Segmentstruktur

Die operative Struktur von Games Workshop lässt sich grob in mehrere Geschäftsbereiche gliedern:
  • Manufacturing & Supply: Entwicklung, Design und Herstellung der Miniaturen und Publikationen, überwiegend in eigenen britischen Produktionsstätten
  • Retail: Netz eigener Markenshops (Warhammer Stores) in Kernmärkten, ergänzt durch E-Commerce über die eigene Website
  • Trade: Belieferung unabhängiger Fachhändler, Distributoren und ausgewählter Ketten, insbesondere in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik
  • Licensed Products: Verwaltung und Ausbau der Lizenzverträge mit Drittanbietern im Bereich Videospiele, Medien und Konsumgüter
Diese Struktur unterstützt eine Kombination aus Direktvertrieb mit hoher Margenkontrolle und einem breiteren, skalierbaren Distributionsnetz über Handelspartner.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Der zentrale Burggraben von Games Workshop liegt im Eigentum und der konsequenten Pflege der Warhammer-IP. Das Unternehmen verfügt über ein über Jahrzehnte gewachsenes, kohärentes Universum mit starkem Wiedererkennungswert und hoher Markentreue. Entscheidende Alleinstellungsmerkmale sind:
  • Starke, eigenständige Markenidentität im Tabletop- und Fantasy-Segment mit globaler Fanbasis
  • Vertikale Integration von Design, Produktion, Publikation und Vertrieb, wodurch Qualität, Margen und Markenerscheinungsbild kontrolliert werden
  • Hohe Wechselkosten für bestehende Spieler, die oft signifikant in Armeen, Regelwerke und bemalte Miniaturen investiert haben
  • Ausgebaute Community-Struktur mit Clubs, Turnieren und Online-Plattformen, die als Netzwerkeffekt fungiert
  • Breite und tiefe Lore, die kontinuierliche Content-Erweiterung und Cross-Media-Verwertung ermöglicht
Diese Faktoren wirken zusammen als Schutzwall gegen neue Wettbewerber, die vergleichbare Welten und Community-Strukturen erst mit erheblichem Kapital- und Zeitaufwand aufbauen müssten.

Wettbewerbsumfeld

Games Workshop agiert in einem stark fragmentierten Markt für Tabletop-Spiele, Brettspiele und Fantasy-Entertainment, der zugleich mit digitalen Unterhaltungsformen konkurriert. Relevante Wettbewerber im näheren Umfeld sind unter anderem:
  • Privateer Press mit der Marke Warmachine/Hordes
  • Corvus Belli mit Infinity
  • Warlord Games und andere spezialisierte Tabletop-Anbieter
  • Große Brettspiel- und Rollenspielverlage wie Hasbro/Wizards of the Coast mit Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering als indirekte Konkurrenz um Freizeitbudgets
Darüber hinaus konkurriert Games Workshop um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auch mit Videospiel-Publishern und Streaming-Diensten. Trotzdem besetzt das Unternehmen eine eigenständige Nische, in der die Kombination aus physischen Sammlerprodukten und tiefem Worldbuilding bisher nur begrenzt substituierbar erscheint.

Management und Unternehmensstrategie

Das Management von Games Workshop verfolgt eine klar fokussierte Strategie, die auf die Stärkung des Kerngeschäfts sowie den kontrollierten Ausbau von Lizenzeinnahmen setzt. Im Vordergrund steht die Priorisierung der eigenen Kernmarken vor breiter Diversifikation. Strategische Schwerpunkte umfassen:
  • Kontinuierliche Produktpflege und zyklische Überarbeitung der Hauptsysteme Warhammer 40,000 und Age of Sigmar
  • Ausbau des globalen Retail-Netzwerks, insbesondere in Nordamerika und Asien
  • Disziplinierte IP-Lizenzierung mit Fokus auf Qualitätskontrolle bei Videospiel- und Medienadaptionen
  • Verbesserung der operativen Effizienz in Produktion und Logistik sowie Stabilisierung der Lieferketten
Das Management kommuniziert traditionell in relativ nüchterner, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteter Form und meidet überzogene Wachstumsversprechen. Für konservative Anleger ist dies ein Indiz für eine eher vorsichtige Kapitalallokation und eine klare Fokussierung auf das Kerngeschäft.

Branchen- und Regionsanalyse

Branchenseitig bewegt sich Games Workshop im Schnittbereich von Spielwarenindustrie, Hobbysegment, Publishing und Entertainment. Der globale Markt für Brett- und Tabletop-Spiele hat in den vergangenen Jahren strukturell von einer Renaissance analoger Spiele profitiert, während gleichzeitig die Digitalisierung neue Vertriebskanäle und crossmediale Verwertungsmöglichkeiten eröffnet. Die Nachfrage ist allerdings zyklisch und abhängig von Konsumlaune und Freizeitbudgets, insbesondere im Premiumsegment. Regional erzielt Games Workshop wesentliche Umsätze in Großbritannien und Europa, mit zunehmender Bedeutung Nordamerikas als Wachstumsmarkt. Der asiatisch-pazifische Raum, vor allem Japan und Australien, gewinnt an Relevanz, bleibt allerdings im Vergleich zu westlichen Märkten noch kleiner. Regulatorische Risiken sind im Kerngeschäft begrenzt, jedoch können Wechselkursbewegungen und Handelsbarrieren, etwa Zölle oder Logistikeinschränkungen, die Profitabilität beeinflussen.

Unternehmensgeschichte

Games Workshop wurde in den 1970er-Jahren in Großbritannien gegründet und entwickelte sich ursprünglich als Importeur und Händler von Brett- und Rollenspielen. Mit der Zeit verlagerte sich der Fokus deutlich in Richtung eigener Tabletop-Systeme. In den 1980er-Jahren entstand das Warhammer-Fantasy-Universum, kurz darauf das Science-Fiction-Pendant Warhammer 40,000. Diese Eigenentwicklungen legten den Grundstein für das heutige IP-getriebene Geschäftsmodell. In den 1990er-Jahren und frühen 2000er-Jahren folgte der Ausbau der internationalen Präsenz, einschließlich eines Netzes eigener Läden. Parallel formierte sich mit der Black Library ein eigenständiger Publishing-Arm für Romane und Hintergrundgeschichten. In den vergangenen Jahren hat Games Workshop seine Marken verstärkt in Richtung digitaler Medien und Videospiele lizenziert und damit die Reichweite weit über den klassischen Tabletop-Markt hinaus gesteigert.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Games Workshop ist die starke Verzahnung von Produkt, Community und Storytelling. Die Unternehmensstrategie setzt bewusst auf eine enthusiastische Fanbasis, die erhebliche Zeit und Geld in Sammeln, Bemalen und Spielen investiert. Die Marke Warhammer fungiert als Plattform, auf der verschiedene Produktlinien, Events und Medieninhalte zusammenlaufen. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen eine vergleichsweise restriktive Haltung gegenüber inoffiziellen Produktnachbildungen und nutzt sein IP-Recht aktiv zur Verteidigung des Franchise. Gleichzeitig öffnet sich Games Workshop zunehmend für Kooperationen mit Streaming- und Medienpartnern, um die Markenbekanntheit zu erhöhen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Chancen und Risiken für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers bietet Games Workshop mehrere strukturelle Chancen:
  • Starke, etablierte Marken mit hoher Kundenloyalität im Nischensegment der Tabletop- und Fantasy-Spiele
  • Hoher Anteil wiederkehrender Umsätze aus bestehenden Spieler-Communities und laufenden Editionszyklen
  • Wachstumspotenzial durch Internationalisierung, insbesondere in Nordamerika und ausgewählten asiatischen Märkten
  • Skalierbare Monetarisierung des geistigen Eigentums über Videospiele, Streaming und Merchandise
Dem stehen signifikante Risiken gegenüber:
  • Abhängigkeit von wenigen Kernmarken, insbesondere Warhammer 40,000 und Age of Sigmar, mit Konzentrationsrisiko
  • Veränderungen im Freizeitverhalten, etwa eine stärkere Verlagerung hin zu rein digitalen Angeboten
  • Wechselkurs- und Logistikrisiken aufgrund der internationalen Ausrichtung und zentralisierten Produktion
  • Potenzielle Ermüdungserscheinungen in der Community bei wahrgenommenen Fehlentscheidungen bezüglich Regelbalance, Preispolitik oder Produktverfügbarkeit
  • Reputationsrisiken im Falle unpopulärer IP-Durchsetzung oder kontroverser Medienkooperationen
Insgesamt handelt es sich um ein spezialisiertes, IP-zentriertes Geschäftsmodell mit klaren Wettbewerbsvorteilen, aber auch ausgeprägter Abhängigkeit von einer engagierten, aber anspruchsvollen Nischenkundschaft. Eine Anlageentscheidung sollte sorgfältig gegen die persönliche Risikotragfähigkeit und Diversifikationsziele abgewogen werden, ohne sich ausschließlich auf die vergangene Entwicklung der Marke und des Aktienkurses zu stützen.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 7,42 Mrd. €
Aktienanzahl 329,70 Mio.
Währung EUR
Land Großbritannien
Sektor zyklischer Konsum
Branche Hotels, Restaurants u. Freizeit
Aktientyp ADR

Häufig gestellte Fragen zur Games Workshop Group Aktie und zum Games Workshop Group Kurs

Der aktuelle Kurs der Games Workshop Group Aktie liegt bei 20,2981 €.

Für 1.000€ kann man sich 49,27 Games Workshop Group Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Games Workshop Group Aktie lautet GWKSY.

Die 1 Monats-Performance der Games Workshop Group Aktie beträgt aktuell -4,69%.

Der Aktienkurs der Games Workshop Group Aktie liegt aktuell bei 20,2981 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -4,69% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Games Workshop Group eine Wertentwicklung von 8,64% aus und über 6 Monate sind es 19,50%.

Das Allzeithoch von Games Workshop Group liegt bei 28,52 $.

Das Allzeittief von Games Workshop Group liegt bei 19,01 $.

Die Volatilität der Games Workshop Group Aktie liegt derzeit bei 108,15%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Games Workshop Group in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 7,42 Mrd. €

Games Workshop Group hat seinen Hauptsitz in Großbritannien.

Games Workshop Group gehört zum Sektor Hotels, Restaurants u. Freizeit.

Nein, Games Workshop Group zahlt keine Dividenden.