WOCHENAUSBLICK:
Quartalsberichte werden Geschehen an den Börsen bestimmen
FRANKFURT (dpa-AFX) - An den deutschen Börsen dürfte auch in dieser Woche die Konsolidierung der Kurse weiter anhalten, erwarten Händler. Für Spannung sollten vor allem die zahlreichen Quartalsberichte führender US-Unternehmen sorgen. Nachdem in der vergangenen Woche der Aluminiumkonzern Alcoa als erster Dow-Jones-Wert die Berichtssaison eröffnet hat, folgen in dieser Woche weitere acht Blue Chips, darunter General Motors , Citigroup , IBM und General Electric .
Vor allem die Äußerungen und Erwartungen der Firmenvorstände für das laufende, erste Quartal 2002 dürften nach Einschätzung von Experten im Mittelpunkt des Anleger-Interesses stehen. Nach den kräftigen Kursgewinnen in den vergangnen Wochen seit Mitte September müssten nun erste handfeste Beweise für die erwartete Erholung der US-Wirtschaft und damit der Unternehmensgewinne vorgelegt werden, heißt es von Händlerseite. Vor diesem Hintergrund gehen Börsianer auch von einem volatilen Marktverlauf aus. Giuseppe Amato, Analyst bei Lang & Schwarz rechnet für den Deutschen Aktienindex (Dax) mit einer Handelsspanne zwischen 5.200 und 5.350 Zählern.
Insbesondere die Kurse von Technologieaktien dürften im Wochenverlauf in Bewegung kommen, wenn die Unternehmen Intel , Microsoft , AMD , Apple , Compa q und Sun Microsystems ihre Quartalsergebnisse präsentieren. Nach dem besser als erwartet verlaufenen Weihnachtsgeschäft erwarten Analysten vor allem aus der Computer-Branche eher positive Überraschungen. "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sich das Geschäft von Intel zum Ende des Jahres stark entwickelt hat", sagt Jonathan Joseph von Salomon Smith Barney.
Ungeachtet dessen dürften die Gewinne im vierten Quartal erneut deutlich gesunken sein. Nach vorläufigen Berechnungen der Analystenbeobachter First Call dürften die im Standardwerte-Index S&P 500 zusammengefassten Unternehmen durchschnittlich rund 22 Prozent weniger verdient haben als ein Jahr zuvor. Das Schlimmste scheint aber überstanden zu sein, sagt Michael Pohn von der Frankfurter DZ Bank. Bevor im zweiten Quartal 2002 die Ergebnisse wieder steigen sollten, rechnen Analysten für das erste Quartal aber noch mit ein Rückgang um knapp 8 Prozent.
In Deutschland stellt von den DAX-Unternehmen lediglich der Stahlkonzern ThyssenKrupp seine Jahres-Bilanz vor. Einen Tag später, am Mittwoch, wird der angeschlagene Autokonzern Opel Rechenschaft über das vergangene Jahr ablegen. Die Krise der Adam Opel AG ist schlimmer als bislang befürchtet: Der Verlust im operativen Geschäft ist nach dpa-Informationen 2001 um 34 Prozent auf knapp 675 Millionen Euro gestiegen.
Der Elektro- und Elektronikkonzern Siemens lädt seine Aktionäre am Donnerstag nach München zur Hauptversammlung ein. Am 18. Januar wird dann die Dividende ausgeschüttet. Am gleichen Tag findet auch die Hauptversammlung von Porsche statt. Nach der Autoshow in Detroit meldet sich zudem der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen mit einer Pressekonferenz am Donnerstag zu Wort.
Von der Konjunkturfront werden in dieser Woche ebenfalls wichtige Daten erwartet. Während von den Sitzungen Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank (EZB) keine bedeutenden Impulse ausgehen dürften, stehen in der größten Volkswirtschaft der Welt eine Reihe wichtiger Termine auf dem Kalender. Vor allem nach der Rede von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan am vergangenen Freitag, in der er vor weiterhin bestehenden konjunkturellen Risiken warnte, dürften die Auguren der Wall Street auf die Veröffentlichung des so genannten Konjunktur-Berichtes "Beige Book" am Mittwoch mit Spannung warten.
Der Bericht der Notenbank dient dem für die Leitzinsen zuständigen Offenmarktausschuss (FOMC) als Grundlage für die kommende Zinsentscheidung Ende des Monats. Nach Einschätzung der DZ Bank dürfte Tenor des Berichtes sein, dass die Schwäche der US-Wirtschaft zwar noch anhält, das Ende der Talfahrt jedoch absehbar ist. Neben dem "Beige Book" werden in dieser Woche Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen und den US-Verbraucherpreisen veröffentlicht, die Aufschluss über die Inflationsrisiken und das Konsumentenverhalten in den USA geben werden.
In Deutschland wird indes der Prognosewettlauf für die Zuwachsraten des deutschen Bruttoinlandsproduktes sein vorläufiges Ende finden. Das Statistische Bundesamt wird am Donnerstag seine ersten Schätzungen für das abgelaufene Jahr bekannt geben./ep/af/rh
Quartalsberichte werden Geschehen an den Börsen bestimmen
FRANKFURT (dpa-AFX) - An den deutschen Börsen dürfte auch in dieser Woche die Konsolidierung der Kurse weiter anhalten, erwarten Händler. Für Spannung sollten vor allem die zahlreichen Quartalsberichte führender US-Unternehmen sorgen. Nachdem in der vergangenen Woche der Aluminiumkonzern Alcoa als erster Dow-Jones-Wert die Berichtssaison eröffnet hat, folgen in dieser Woche weitere acht Blue Chips, darunter General Motors , Citigroup , IBM und General Electric .
Vor allem die Äußerungen und Erwartungen der Firmenvorstände für das laufende, erste Quartal 2002 dürften nach Einschätzung von Experten im Mittelpunkt des Anleger-Interesses stehen. Nach den kräftigen Kursgewinnen in den vergangnen Wochen seit Mitte September müssten nun erste handfeste Beweise für die erwartete Erholung der US-Wirtschaft und damit der Unternehmensgewinne vorgelegt werden, heißt es von Händlerseite. Vor diesem Hintergrund gehen Börsianer auch von einem volatilen Marktverlauf aus. Giuseppe Amato, Analyst bei Lang & Schwarz rechnet für den Deutschen Aktienindex (Dax) mit einer Handelsspanne zwischen 5.200 und 5.350 Zählern.
Insbesondere die Kurse von Technologieaktien dürften im Wochenverlauf in Bewegung kommen, wenn die Unternehmen Intel , Microsoft , AMD , Apple , Compa q und Sun Microsystems ihre Quartalsergebnisse präsentieren. Nach dem besser als erwartet verlaufenen Weihnachtsgeschäft erwarten Analysten vor allem aus der Computer-Branche eher positive Überraschungen. "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sich das Geschäft von Intel zum Ende des Jahres stark entwickelt hat", sagt Jonathan Joseph von Salomon Smith Barney.
Ungeachtet dessen dürften die Gewinne im vierten Quartal erneut deutlich gesunken sein. Nach vorläufigen Berechnungen der Analystenbeobachter First Call dürften die im Standardwerte-Index S&P 500 zusammengefassten Unternehmen durchschnittlich rund 22 Prozent weniger verdient haben als ein Jahr zuvor. Das Schlimmste scheint aber überstanden zu sein, sagt Michael Pohn von der Frankfurter DZ Bank. Bevor im zweiten Quartal 2002 die Ergebnisse wieder steigen sollten, rechnen Analysten für das erste Quartal aber noch mit ein Rückgang um knapp 8 Prozent.
In Deutschland stellt von den DAX-Unternehmen lediglich der Stahlkonzern ThyssenKrupp seine Jahres-Bilanz vor. Einen Tag später, am Mittwoch, wird der angeschlagene Autokonzern Opel Rechenschaft über das vergangene Jahr ablegen. Die Krise der Adam Opel AG ist schlimmer als bislang befürchtet: Der Verlust im operativen Geschäft ist nach dpa-Informationen 2001 um 34 Prozent auf knapp 675 Millionen Euro gestiegen.
Der Elektro- und Elektronikkonzern Siemens lädt seine Aktionäre am Donnerstag nach München zur Hauptversammlung ein. Am 18. Januar wird dann die Dividende ausgeschüttet. Am gleichen Tag findet auch die Hauptversammlung von Porsche statt. Nach der Autoshow in Detroit meldet sich zudem der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen mit einer Pressekonferenz am Donnerstag zu Wort.
Von der Konjunkturfront werden in dieser Woche ebenfalls wichtige Daten erwartet. Während von den Sitzungen Bank of Japan und der Europäischen Zentralbank (EZB) keine bedeutenden Impulse ausgehen dürften, stehen in der größten Volkswirtschaft der Welt eine Reihe wichtiger Termine auf dem Kalender. Vor allem nach der Rede von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan am vergangenen Freitag, in der er vor weiterhin bestehenden konjunkturellen Risiken warnte, dürften die Auguren der Wall Street auf die Veröffentlichung des so genannten Konjunktur-Berichtes "Beige Book" am Mittwoch mit Spannung warten.
Der Bericht der Notenbank dient dem für die Leitzinsen zuständigen Offenmarktausschuss (FOMC) als Grundlage für die kommende Zinsentscheidung Ende des Monats. Nach Einschätzung der DZ Bank dürfte Tenor des Berichtes sein, dass die Schwäche der US-Wirtschaft zwar noch anhält, das Ende der Talfahrt jedoch absehbar ist. Neben dem "Beige Book" werden in dieser Woche Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen und den US-Verbraucherpreisen veröffentlicht, die Aufschluss über die Inflationsrisiken und das Konsumentenverhalten in den USA geben werden.
In Deutschland wird indes der Prognosewettlauf für die Zuwachsraten des deutschen Bruttoinlandsproduktes sein vorläufiges Ende finden. Das Statistische Bundesamt wird am Donnerstag seine ersten Schätzungen für das abgelaufene Jahr bekannt geben./ep/af/rh