persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt

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Immoaktien in D heiß gelaufen

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23.08.06 15:18
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HANDELSBLATT, Mittwoch, 23. August 2006, 14:50 Uhr

Experten erwarten Kurseinbruch bei Immobilienaktien

In Deutschland steht den heiß gelaufenen Immobilienaktien womöglich ein Kälteschock bevor. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich der Aktienkurs von Colonia Real Estate mehr als verfünffacht, Adler Real Estate haben sich vervierfacht und Franconofurt mehr als verdoppelt. Das Ende der spekulativen Welle ist allerdings schon in Sicht.


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Bloomberg FRANKFURT. Angeheizt wurde die Kursrally von den niedrigen Fremdkapitalkosten, dem Wirtschaftswachstum und dem Ansturm der Private-Equity-Fonds auf deutsche Immobilien. Aber nun dürfte sich eine Blase gebildet haben, befürchtet Heiko Bienek, Fondsmanager bei Lupus Alpha Asset Management. „Je steiler sich eine Welle auftürmt, desto dramatischer wird sie brechen“, sagt Bienek.

Bienek hat bei Immobilienaktien seine Positionen zurückgefahren. „Die ersten US-Beteiligungsfonds, die den Immobilienboom in Deutschland angeschoben haben, machen sich schon für den Ausstieg bereit“, erläutert Bienek.

Zwanzig Immobilienunternehmen sind in diesem Jahr an die Börse gekommen, vier weitere planen den Sprung aufs Börsenparkett wie etwa Fortress Investment Group, die ihre Immobilienbeteiligung an die Börse bringen will. Seit 2002 haben Private-Equity-Gesellschaften etwa 25 Mrd. Euro in mindestens 600 000 Wohnungen gesteckt, geht aus Daten des Bundesfinanzministeriums hervor.

„Die jüngste Immobilien-Kaufwelle von Beteiligungsgesellschaften war zu stark von der Phantasie getrieben“, sagt Robert Mazzuoli, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz in Mainz. „Jetzt sieht es so aus, als ob Gesellschaften wie Fortress so schnell wie möglich Kasse machen wollen.“

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Angeschoben wurde die Immobilien-Euphorie auch von den Erwartungen, dass Deutschland ähnliche Steuererleichterungen für Immobilieninvestments einführen werde wie andere Länder.

Vor zwei Jahren sah es noch ganz anders aus. Damals wurden Immobiliengesellschaften wie IVG und Deutsche Euroshop mit einem Kursabschlag von 20 Prozent auf den Inventarwert abzüglich der Verschuldung gehandelt, berichtet Bienek. Jetzt weisen sie einen Aufschlag in gleicher Höhe auf, sagt er.

Das anstehende Börsendebüt der Fortress-Tochter wird zeigen, wie stark das Interesse der Anleger noch ist. Die Buyoutgesellschaft will einen Anteil von 25 Prozent an ihrem deutschen Immobilienportefeuille abgeben. Das für Oktober geplante IPO soll bis zu 1,5 Mrd. Euro in die Kasse spülen.


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obgicou:

Existing home sales

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23.08.06 16:50

tatsächlich sehr schwach; noch schwächer als ich erwartet hatte.
Wenn man sich den August-Stand des Purchase-Index ansieht, dürfte es auch im August nochmal kräftig runtergehen.
Morgen kommen ja noch die New Home Sales. Sollten meiner Meinung nach auch schwach, aber nicht ganz so schwach ausfallen; schließlich war die Blase ja hauptsächlich durch das House-Hopping verursacht, also Kauf/Renovierung/Verkauf bestehender Häuser.

Fortress sollte sich mit dem Börsengang beeilen, sonst springt da nicht mehr so viel raus.
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Immobilien machen US-Börsianern Sorgen

 
23.08.06 20:40
HANDELSBLATT, Mittwoch, 23. August 2006, 20:04 Uhr
US-Aktienmarkt

Immobilien machen US-Börsianern Sorgen


Ein Abschwung auf dem US-Immobilienmarkt hat am Mittwoch für Verluste an den Börsen in den Vereinigten Staaten gesorgt. Nervosität bei den Anlegern lösten auch Nachrichten über neue Fortschritte des iranischen Atomprogramms aus.


HB NEW YORK. Sinkende Rohölpreise belasteten den Energiesektor und zogen damit weitere Verluste nach sich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank bis zum frühen Nachmittag um 0,35 Prozent auf 11 300 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,4 Prozent auf 1294 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq sank um 0,57 Prozent auf 2138 Punkte.

Am Mittwoch veröffentlichte Zahlen wiesen für Juli die geringste Zahl von Verkäufen bestehender Immobilien seit zweieinhalb Jahren aus. Der Aktienkurs des Bauunternehmens Toll Brothers fiel daraufhin um 3,33 Prozent auf 24,36 Dollar. Der Dow-Jones-Index der Bauunternehmen sackte um 2,53 Prozent ab.

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Darüber hinaus weckten die Zahlen Befürchtungen, dass die Entwicklung am Immobilienmarkt auf andere Wirtschaftsbereiche ausstrahlen könne. "Die Immobiliendaten entfachen Sorgen mit Blick auf das Wirtschaftswachstum", sagte der Analyst Michael Malone von Cowen & Co. Die Konjunktur in der Branche hat Auswirkungen unter anderem auf das Geschäft von Haushaltsgeräteherstellern und gilt als wichtiger Einfluss auf die subjektive Wohlstandseinschätzung der Verbraucher.

Im diplomatischen Streit um das iranische Atomprogramm kündigte ein Teheraner Regierungsvertreter an, das Land werde in Kürze einen wichtigen Durchbruch seiner vom Westen mit Argwohn betrachteten Nuklearforschung bekannt geben. "Ich glaube, die Kombination dieser beiden Dinge setzt den Markt unter Druck", sagte Malone.

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Zusätzlich belastet wurde die Stimmung an den Börsen durch nachgebende Ölnotierungen, nachdem die US-Regierung einen überraschenden Anstieg der Benzin-Lagerbestände bekannt gegeben hatte. Der Preis für US-Rohöl zur Lieferung im Oktober sank um 1,75 Dollar auf 71,35 Dollar. Dies führte zu Kursverlusten bei Energiekonzernen. Die Aktie von Exxon Mobil verlor 1,24 Prozent auf 69,34 Dollar. Der S&P-Index der Energieunternehmen sank um 1,69 Prozent.

Zu den Börsenverlierern gehörten auch Einzelhandelsunternehmen. Das Papier des Warenhauskonzerns Wal-Mart büßte 0,93 Prozent seines Wert auf 43,55 Dollar ein.

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Neubauverkäufe

 
24.08.06 16:35
Washington (aktiencheck.de AG) - Zahl der Neubauverkäufe in den USA ist nach Angaben des US-Handelsministeriums im Juli 2006 stärker als erwartet zurückgegangen.

Auf saisonbereinigter Basis wurde im Vormonatsvergleich ein Rückgang um 4,3 Prozent auf 1,072 Millionen Einheiten ausgewiesen. Volkswirte waren nur von einer Abnahme auf 1,105 Millionen Einheiten ausgegangen.

Für Juni 2006 wurde die Verkaufszahl von vorläufig 1,131 Millionen auf nun 1,12 Millionen Einheiten nach unten revidiert. (24.08.2006/ac/n/m)

Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG

© Aktiencheck.de AG
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Die relative Stärke des US Dollar

 
24.08.06 18:18
kommt für mich überraschend. Die US Wirtschaftsdaten sind miserabel.

Somit sollte der Dollar unter Druck stehen:

1. US Konjunktur verliert an Fahrt.
2. Zinzsenkungen werden wahrscheinlicher.

Aus den genannten Gründen müßte der Dollar heute eigentlich viel stärker unter Druck stehen.

Gruß

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Anti Lemming:

Permanent - Dollar

2
24.08.06 21:35
Seit vier Jahren schon bewegt sich EUR/USD parallel zu den Aktienmärkten. Fallen die US-Aktien, fällt EUR/USD mit - d.h. der Dollar wird dann zum Euro stärker. Das könnte an Umschichtungen in den viel größeren Bond-Markt liegen (ist ca. 5 X so groß wie der Aktienmarkt).

Der Dollar "benimmt" sich zurzeit genau entsprechend dieser Regel. Ansonsten wäre meine Positionierung auch widersprüchlich: Ich bin long Dollar (siehe Dollar-long-Thread), aber short US-Aktien (siehe Doomsday Bären-Thread).

Das Doomsday-Szenario der Perma-Bären, wonach die US-Aktienmärkte einbrechen und der Dollar auf EUR/USD 1,80 fällt, stimmt insofern IMHO nicht (es sei denn, die obige Regel gerät irgendwann außer Kraft).

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Dautenbach:

wie ein Stein!

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30.08.06 14:34
US-Immobilienpreise fallen: Star-Ökonom wohnt nun zur Miete  
30.08.2006


Am Ende hat Dean Baker, US-Ökonom vom Washingtoner Center for Economic and Policy Research, offenbar doch Recht behalten. Seit 2002 warnt der Wirtschaftsforscher, der sein eigenes Haus längst verkauft hat und in einer Mietwohnung lebt, vor dem Ende der Immobilien-Hausse in den USA. Nun, so ist er in seinem jüngsten Marktkommentar sicher, steht fest, dass der Boom zu Ende ist und das Preispendel in die Gegenrichtung schwingt. „Die Daten der letzten Woche zeigen, dass die Immobilienverkaufspreise in 26 wichtigen Großstädten unter den Vergleichswerten des Vorjahres liegen. Bei Neubauten (housing starts) liegt der Wert mehr als 15 Prozent unter den zurückliegenden Höchstwerten und die Anträge für Hypothekardarlehen sind sogar 20 Prozent gefallen. Eine aktuelle Umfrage bei Bauunternehmen lieferte den tiefsten Wert hinsichtlich der Zuversicht der Branche in die weitere Entwicklung seit der Rezession der Jahre 1990-1991.“

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Zahl der Hypothekenanträge in den USA rückläufig

 
30.08.06 14:41
Zahl der Hypothekenanträge in den USA rückläufig
persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 276157430.08.2006 14:25:00
persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2761574
persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2761574
persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2761574_
Washington (aktiencheck.de AG) - Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) veröffentlichte für die Woche zum 25. August 2006 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge.

So verringerte sich der entsprechende Index um 0,9 Prozent von 561,5 Zählern in der Vorwoche auf nun 556,5 Zähler. In der Vorwoche war noch ein Plus von 0,1 Prozent ermittelt worden.

Im Einzelnen fiel der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 1,6 Prozent auf 375,9 Zähler, wogegen der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 0,1 Prozent auf 1.609,2 Zähler zulegte.

Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 6,39 Prozent, was einer Zunahme um 0,01 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. (30.08.2006/ac/n/m)

persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2761574
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
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Potenzial riesig, Aktie günstig!
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In diesem Zusammenhang

 
30.08.06 14:42
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In dem Artikel ist ein Fehler

 
30.08.06 14:49
Die Hauspreise sind bislang KAUM gefallen, deutlich rückläufig (minus 20 %) ist jedoch die Zahl der verkauften Neu- und Bestands-Immobilien. Nur in Metropolen wie New York haben die Immmo-Preise schon leicht nachgegeben. Wenn der Fall landesweit kommt - immer mehr Verkäufer stehen immer weniger Kaufinteressenten gegenüber - dann wird er zur Lawine, weil die Banken über Zwangsversteigerungen zusätzlichen Druck machen. Der fallende US-Bankenindex (BKX) zeigt bereits die Probleme der Regional- und Hypothekenbanken (NDE, HRB, WM) mit säumigen Hypothekenschuldnern.

Ich glaube, dass der in der Tat wie ein Stein fallende US-Housing Market Index (Vertrauensindex der Immobilien-Verkäufer, kein Preis-Index!) eine gute Vorwarnung dafür ist, dass die Haus-Preise demnächst purzeln. Wenn das los geht, bleiben auch die Aktienindizes nicht mehr auf ihren jetzigen Höchstständen.

Präziser recherchierte Artikel dazu finden sich in meinem Doomsday-Bären-Thread, z. B. hier:

http://www.ariva.de/board/245194?pnr=2755524#jump2755524
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Anti Lemming:

must read

 
01.09.06 14:00
von mir kommentierte Titelstory aus neuesten Ausgabe von "Business Week"

http://www.ariva.de/board/245194?pnr=2765926#jump2765926
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Anti Lemming:

Bakersfield, Kalifornien - vom Boom zum Gloom

 
05.09.06 08:03

Bakersville (Kalifornien), ein paar Fahrstunden von Los Angeles im Landesinnern gelegen, ist eine Stadt, wo viele Hauskäufer ihr Heil gesucht hatten, nachdem Wohneigentum an der Pazifik-Küste unerschwinglich teuer geworden war. Dieser Hinterland-Fluchtburg droht jetzt ein Fiasko - beispielhaft für den Rest Amerikas. Der Artikel unten zeigt gut, wie sich Altbesitzer (oft "Investoren", die den schnellen Dollar machen wollten), die vor einem Jahr zu übertriebenen Preisen eingestiegen sind und nun möglichst ungeschoren wieder raus wollen, und Neubau-Firmen, die unverdrossen weiter bauen, aber neue Kunden nur noch mit Preisnachlässen gewinnen können, gegenseitig Konkurrenz machen. Folge: Die Zeit, in der Häuser unverkauft auf dem Markt im Angebot sind, hat sich verfünffacht. Die Verkaufs-Profis versuchen dies zu verstecken, indem sie die Häuser häufig neu listen (re-listing), so dass Käufer nicht dadurch abgeschreckt werden, dass die Immobilie schon seit 9 Monaten ohne erfolgreiches Gebot ist.


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US-Hausmarkt - kurz und bündig

 
05.09.06 08:54
1. Offizielle Sicht ("sanfte Landung")

Die Haus-Nachfrage ist zwar stark (bis 20 %) zurückgegangen, aber die Preise fallen bislang kaum, nur in den spekulativen "Hot Spots" an der West- und Ostküste. Es findet eine "Konsolidierung auf hohem Niveau" statt. Die Hauspreise in USA seien seit der großen Depression der 1930-er Jahre NOCH NIE gefallen. Die sich abzeichnende leichte Rezession wird die US-Wirtschaft so weit ausbremsen, dass der Inflationsdruck weicht, so dass die Zinsen ab 2007 wieder gesenkt werden können. Dies nimmt den Zins-Druck aus dem Housing-Markt.

2. Realistischere Sicht ("harte Landung")

Die Hauspreise sind seit 2000 um 70 % gestiegen - auf ein Niveau, dass Häuser für Neukäufer (Eigennutzer) kaum noch erschwinglich geworden sind, wenn sie normale Hypotheken (6 %, 30 Jahre) wählen. Folglich wählten viele "exotische" variable Hypotheken - option ARMs, Details hier:

http://www.ariva.de/board/245194?pnr=2765926#jump2765926

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The armpit of California.

 
05.09.06 08:57
So wird Bakersfield von den Einwohnern Kaliforniens genannt. Wirklich keine schöne Gegend.
In den letzten Jahren ist der Boom dort allerdings angekommen, da relativ preiswert im Vergleich zu den meisten Landesteilen, sind viele von der Küste ins landesinnere gezogen.

Wie sagt man im so schön:

Ich wollte dort nicht Tod über dem Zaun hängen.

Gruß

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Permanent - Bakersville

 
05.09.06 09:06
Ich bin da auch mal durchgefahren (Tour von San Francisco via Route 5 über Bakersville/Sierra Nevada ins Death Valley, Nevada) und hab eine Nacht in einem Motel verbracht. Das hat mir völlig gereicht. Vom sonstigen Charme Kaliforniens fehlt jede Spur, da ist der "Hund tot". Kein Wunder, dass

1. der Haus-Boom dort ZULETZT ankam

2. der Haus-Boom dort ZUERST Risse bekommt

Insofern ist das ein gutes Beispiel für die Entwicklung des Housing-Markts in der Provinz.
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Heute 16:00 h MEZ: Stunde der Wahrheit

 
05.09.06 09:23
Dann kommen die aktuellen Zahlen über die US-Hauspreis-Entwicklung im letzten Quartal.

OFHEO HOUSE PRICE INDEX TO BE RELEASED SEPTEMBER 5
Washington, DC -- OFHEO’s 2Q 2006 House Price Index (HPI) will be released at 10 a.m. EDT, Tuesday, Sept. 5, 2006. The HPI will be available at www.ofheo.gov.
Television satellite feeds will be available at 1 and 4 p.m. EDT Sept. 5. Broadcast Advisory with details will be sent out prior to Sept. 5.

Die News erscheint hier:

www.ofheo.gov/News.asp?FormMode=Releases

Sollten die Hauspreise erstmals seit der großen Depression gefallen sein, was einige Beobachter befürchten, bekäme die US-Hypotheken-Misere neue Brisanz: Fallende Preise sorgen bei den "no money down"-Käufern aus 2005 für "negative equity" - was Zwangsversteigerungen heraufbeschwört.
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HSBC titelt heute:

 
05.09.06 10:22

USA: Immobilienmarkt "in trouble".

Wir erwarten im 2ten Quartal 2006 ein Absinken der Zuwachsrate auf 7,5% (gg. Vj.), was annualisiert einem Rückgang um fast 4% entsprechen würde. Seit 1985 wurde nur in sechs Quartalen ein Rückgang in der annualisierten Jahresrate vermeldet (und in keinem Fall geschah dies bisher mehrfach hintereinander).

Ich habe mir aus diesem Grund einen Put auf den Dollar ins Depot gelegt.

Gruß

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Zahlen - Klärung

 
05.09.06 10:40
Die HSBC-Einschätzung bezieht sich auf die ZAHL der verkauften Häuser, die klar rückläufig ist (minus 20 % gegenüber dem Vj.). Rückläufige Verkaufszahlen sind zwar ein Warnsignal (auch in P. 37/Bakersfield belegt), doch das eigentliche Fiasko kommt erst, wenn die PREISE fallen. Nach den letzten Quartals-Zahlen der OFHEO (link in P. 41) waren die Hauspreise noch knapp um 2 % gestiegen (nach 15 % im Vj.). Sollten die Haus-Preise bei den heute präsentierten OFHEO-Zahlen erstmals seit der großen Depression FALLEN, wäre das eine kleine Sensation. Die Wahrheit kommt um 16:00 h (news-link in P. 41).

POSITIONIERUNG: In den letzten Jahren wurde der Dollar immer stärker, wenn die US-Aktien fielen. Ein Rückgang der Haus-Preise würde sicherlich zu einem Abverkauf bei Aktien führen. Der Dollar könnte demnach sogar steigen (zum Euro). Sinnvoller scheint mir daher, Puts auf den SP-500 zu kaufen. Erst bei dem von den Perma-Bären erwarteten "Mega-Crash" würden US-Aktien und der Dollar synchron abstürzen. Ob der jemals kommt, ist aber fraglich. Wahrscheinlicher ist eine lange, hässliche Index-Korrektur wie von 2000 bis 2003. (2003, am Index-Tief, stand EUR/USD übrigens noch bei 1,00). Das Absinken des SP-500 scheint mir daher "sicherer" als ein weiterer Kursverfall des Dollar, der seit den Höchständen von 2000 bereits 50 % (von unten gerechnet)eingebüßt hat. Ich überlege sogar, meine Dollars (bin zurzeit 100 % in Dollars, keine Euros) zu behalten, da ich ja den SP-500-Put als "Hedge" dageben habe.
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S&P Puts habe ich bereits im Depot.

 
05.09.06 10:46
Überlege hier allerdings nachzulegen.

Gruß

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Anti Lemming:

Dann kannst Du

 
05.09.06 10:49
den Dollar-Put ja als "Hedge" gegen den SP-500-Put verwenden. Wenn der SP-500 (wider Erwarten) steigt und der Euro mit, würde ich den Dollar-Put verkaufen. Dass der Dollar und der SP-500 synchron fallen, ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.
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louplu:

@ antilemming

 
05.09.06 11:43
Danke für Deine interessanten Ausführungen.

Ich habe folgende puts mir rausgesucht:
DB294C
CG07EM
DB7684

Sind die mit der Laufzeit bis März / Juli 2007 und den strikes ok?
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könnte passen

 
05.09.06 13:26
Meine SP-500-Puts haben auch einen Strike von 1300 und laufen bis März. Etwas länger wäre evtl. besser gewesen.
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kurzfristiger Erfolg

 
05.09.06 14:48
HANDELSBLATT, Dienstag, 5. September 2006, 14:30 Uhr
Reaktion auf 11. September

USA hatten Erfolg mit Keynes

Von Olaf Storbeck

In den USA haben Regierung und Notenbank mit einer keynesianischen Nachfragepolitik auf den Terrorschock reagiert. Die Regierung fuhr die Ausgaben nach oben und senkte die Steuern - das Etatdefizit explodierte.


persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2771407
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persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2771407
200051)" target=_new rel="nofollow" rel="nofollow" class="showvisited">persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 2771407US-Leitzins-Entwicklung seit 2001. Grafik: Handelsblatt

Hatte es 2000 noch einen Überschuss in Höhe von 1,3 Prozent des BIP gegeben, klaffte drei Jahre später ein Defizit in Höhe von fünf Prozent im Etat. Noch nie zuvor in der US-Wirtschaftsgeschichte hatte es in so kurzer Zeit einen so rasanten Kurswechsel gegeben. Zugleich senkte die US-Notenbank die Leitzinsen auf ein historisch niedriges Niveau: Die Federal Funds Rate, die im August 2001 3,5 Prozent betrug, lag im Juni 2003 bei einem Prozent.

Der "Keynesianismus in Reinkultur", wie der ehemalige WestLB-Chefvolkswirt Ulrich Hombrecher diese Politik bezeichnete, wirkte - vor allem die Mini-Zinsen stützten zusammen mit steigenden Immobilienpreisen den privaten Verbrauch in den USA. "Das war ein erzwungener Aufschwung", sagt Hombrecher. Kurzfristig konnte diese Politik den größten anzunehmenden Unfall verhindern.

Ob das Konzept langfristig gut gehen wird, steht bis heute in den Sternen. Schließlich sind die Staatsfinanzen auf lange Sicht aus den Fugen geraten. Zusammen mit dem gewachsenen Leistungsbilanzdefizit ergibt sich für die Weltwirtschaft ein explosives Gemisch - um ihr Zwillingsdefizit finanzieren zu können, muss sich die USA massiv im Ausland verschulden. Sollten Investoren außerhalb des Landes das Vertrauen verlieren, könnte ein Dollar-Crash die Folge sein, der globale Wirtschaftsaufschwung schnell ins Stocken geraten.


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05.09.06 16:51
Es ist allerdings das, was man schon seit zwei Jahren darüber liest. Aktueller ist der Abwärtstrend bei den US-Hauspreisen: Der OFHEO-Hauspreis-Chart ist heute durch eine langjährige Unterstützung gefallen. Details zu den OFHEO-Zahlen hab ich im Doomsday-Bären-thread gepostet.
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persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 55477
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Zweiter Short: IWM

 
05.09.06 17:26
Hab jetzt noch den amerikanischen Russell-2000-Index direkt geshortet. Mein "Haupt-Short" sind Puts auf den SP-500 (Strike 1300). Die Small-Caps im Russell 2000 geben bei schwachen Börsen noch stärker nach als die Mid-Caps im SP-500.

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persönliche Beobachtungen zum US Immobilienmarkt 55486
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