WELT-Umfrage: Zahl der Anleger ist viel größer als angenommen
Berlin - Aktien werden in Deutschland immer populärer: Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der WELT zufolge besitzen 37 Prozent der Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds. In Westdeutschland liegt die Quote mit 39 Prozent sogar um zehn Prozentpunkte über der im Osten. Bislang waren Experten nach älteren Umfragen nur von einem Anteil der Aktionäre von bundesweit knapp 20 Prozent ausgegangen.
Vor allem in den zurückliegenden Monaten hat sich die Aktie als Anlageform in Deutschland rasant ausgebreitet. Dazu mögen publikumswirksame Börsengänge beigetragen haben: Seit Mai kamen nicht nur die Volksaktien der Deutschen Post sowie weitere Papiere der Telekom an den Markt, sondern auch die Aktien der Commerzbank-Tochter Comdirect, der SAP Tochter SAP SI, von Borussia Dortmund sowie des Finanzdienstleisters AWD.
Insgesamt wurden allein bei diesen sechs Neuemissionen über 500 Millionen Aktien an den Markt gebracht. Entsprechend groß war die Nachfrage unter den Bundesbürgern: Zwei Drittel der Aktionäre haben in den vergangenen zwölf Monaten Aktien oder Aktienfondsanteile gekauft.
Allerdings sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland auch hier beträchtlich: Während östlich der Elbe mit 47 Prozent nicht einmal jeder Zweite Aktien gekauft hat, sind 71 Prozent der Westdeutschen zuletzt unter den Käufern gewesen. Unternehmenspapiere aber bleiben eine Männerdomäne: 44 Prozent der Männer besitzen Aktien oder Fonds, bei Frauen liegt dieser Anteil bei lediglich 30 Prozent.
Der Kurssturz am Neuen Markt scheint das Kaufinteresse der Aktienbesitzer kaum einzuschränken: 27 Prozent wollen in den nächsten Wochen eher kaufen, nur sieben Prozent eher verkaufen. Allerdings hält sich die Zuversicht über die weitere Entwicklung der Märkte in Grenzen: Während 24 Prozent mit steigenden Kursen rechnen, glauben 22 Prozent, dass die Notierungen fallen werden.
Berlin - Aktien werden in Deutschland immer populärer: Einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der WELT zufolge besitzen 37 Prozent der Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds. In Westdeutschland liegt die Quote mit 39 Prozent sogar um zehn Prozentpunkte über der im Osten. Bislang waren Experten nach älteren Umfragen nur von einem Anteil der Aktionäre von bundesweit knapp 20 Prozent ausgegangen.
Vor allem in den zurückliegenden Monaten hat sich die Aktie als Anlageform in Deutschland rasant ausgebreitet. Dazu mögen publikumswirksame Börsengänge beigetragen haben: Seit Mai kamen nicht nur die Volksaktien der Deutschen Post sowie weitere Papiere der Telekom an den Markt, sondern auch die Aktien der Commerzbank-Tochter Comdirect, der SAP Tochter SAP SI, von Borussia Dortmund sowie des Finanzdienstleisters AWD.
Insgesamt wurden allein bei diesen sechs Neuemissionen über 500 Millionen Aktien an den Markt gebracht. Entsprechend groß war die Nachfrage unter den Bundesbürgern: Zwei Drittel der Aktionäre haben in den vergangenen zwölf Monaten Aktien oder Aktienfondsanteile gekauft.
Allerdings sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland auch hier beträchtlich: Während östlich der Elbe mit 47 Prozent nicht einmal jeder Zweite Aktien gekauft hat, sind 71 Prozent der Westdeutschen zuletzt unter den Käufern gewesen. Unternehmenspapiere aber bleiben eine Männerdomäne: 44 Prozent der Männer besitzen Aktien oder Fonds, bei Frauen liegt dieser Anteil bei lediglich 30 Prozent.
Der Kurssturz am Neuen Markt scheint das Kaufinteresse der Aktienbesitzer kaum einzuschränken: 27 Prozent wollen in den nächsten Wochen eher kaufen, nur sieben Prozent eher verkaufen. Allerdings hält sich die Zuversicht über die weitere Entwicklung der Märkte in Grenzen: Während 24 Prozent mit steigenden Kursen rechnen, glauben 22 Prozent, dass die Notierungen fallen werden.