Absturz am Neuen Markt
Der Talfahrt der Märkte hat auch zu Beginn der neuen Woche angehalten. Mit einem Minus von 3,2 Prozent auf 4.545 Zähler hat Neue-Markt-Index Nemax50 einen neuen Jahrestiefstand markiert. Der seit einiger Zeit anhaltende Verkaufsdruck werde noch dadurch verstärkt, dass die Investoren im traditionell schwachen Börsenmonat Oktober mit weiter nachgebenden Kursen rechneten, hieß es am Parkett.
Hinzu käme ein Gemisch aus schwachen US-Vorgaben, wiederaufkeimenden Zinsängsten sowie teilweise enttäuschenden Unternehmenszahlen, so die Händler. Allgemein rechnen sie erst Mitte des Monats, wenn in den USA die Quartalsbericht-Saison beendet ist, mit einer Trendwende.
Der langfristige Aufwärtstrend des Nemax 50 sei mit dem Erreichen von 6000 Punkten gebrochen worden, führte Wieland Staud von Staud Research gegenüber n-tv online aus. Jetzt befinde sich der Markt in einem "Gezeitenwechsel ", die Kurse würden langfristig wieder nach unten gehen. Es sei "fahrlässig" zu behaupten, der Nemax werde kurzfristig wie "Phoenix aus der Asche" wieder nach oben steigen, so Staud weiter. Vielmehr würden die Höchststände aller Wahrscheinlichkeit nach nicht innerhalb der nächsten 12 Monate wieder erreicht.
Der Experte begründet seinen Ausblick mit der jüngsten Entwicklung bei Top-Werten wie Kinowelt und Intershop; die schon in der vergangenen Woche begonnenen Panikverkäufe träfen heute auch robuste Unternehmen des Wachstumssegments.
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