ist verdammte Pflicht, wenn man mit dem Geld Dritter hantiert. Und das tun Banken.
Summarisch gibt es immer bestimmte Erfahrungswerte für Ausfallrisiken und außerdem auch vom Geldmarkt bewertete Ausfallrisiken. Und genau darum geht es auch bei den Regeln fürs System.
Ein ergiebiges Thema für die Vertreter der Schwarmintelligenz!
Gut. Wenn man davon ausgeht, dass es überhaupt unmoralisch ist, dass es ungleiche Vermögensverhältnisse gibt, dann muss man sich mit diesen Themen erst gar nicht auseinandersetzen, da das System "Marktwirtschaft" grundlegend darauf basiert.
Natürlich kann man sich andere Systeme ausdenken. Daran arbeitet die Menschheit seit Jahrtausenden. Leider zeigt die Erfahrung, dass reine willens- oder wissensbasierte Systeme komischerweise auch immer zu Strukturen führten, die den "Bestimmern" über den Willen und das Wissen gewaltige Vorteile verschafft, die zu immenser Ungleichheit und zu absolut undurchlässigen Machtstrukturen.
Ein ähnlich "durchlässiges" System und eine ähnlich breite Wohlstandsverteilung wie wir sie mit der sozialen Marktwirtschaft seit 45 erreicht haben, ist historisch recht einmalig.
Perfekt ist das sicher nicht. Und es haben in den letzten Jahren auch bedenkliche Fehlentwicklungen stattgefunden. Aber ich bin der Meinung, dass auch das noch rückholbar und reformierbar ist. Aber eine Gleichverteilung herzustellen wird nie gelingen. Schon gar nicht in Massengesellschaften.
Also gilt es, eine einigermaßen sozialverträgliche UND wirtschaftlich auch funktionierende Balance hinzukriegen. Man muss damit leben können, dass es Gewinner und Verlierer gibt. So lange so viel dabei rumkommt, dass selbst die Verlierer immer noch relativ gut versorgt sind und man mit einiger Anstrengung auch die Möglichkeit hat, sich etwas zu erarbeiten, ist schon ne Menge gewonnen. Vor allem, wenn das System auch noch ein großes Maß an persönlichen Freiheiten verträgt, wo nicht jeder Pups vorgeschrieben ist. Geld ist nicht alles.
Es gibt ja sogar Leute, deren Lebenskonzept darauf beruht, ohne Geld oder mit weniger auszukommen, und die damit glücklich sind, weil ihnen andere Dinge wichtiger sind. Aber auch die brauchen ein Umfeld, das zumindest die ökonomische Überlebens-Basis für alle sichert.
Wenn das selbstverständlich und einfach wäre, würden es doch alle machen, oder?
Wo kommt aber das ganze Elend in vielen Landstrichen dieser Welt her?
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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig. (Nietzsche)