MDax Werte über Xetra ohne Mindeststückelung

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Tanzender Dax:

MDax Werte über Xetra ohne Mindeststückelung

 
04.03.02 12:11
ftd.de, Mo, 4.3.2002, 3:00  
Trends: Häppchenweise abgezockt
Von Christoph Hus

Die Deutsche Börse freut sich über den Wegfall der Mindestorder für MDax-Werte. Anlegerschützer sind weniger euphorisch.

Der Handel auf der elektronischen Handelsplattform Xetra werde für Privatanleger jetzt noch attraktiver, verkündete die Deutsche Börse dieser Tage. Grund für die Freude der Börsianer: Für die Werte des MDax gibt es künftig keine Mindestordergröße mehr. Diese Beschränkung ist bei Papieren aus den Segmenten Smax und Neuer Markt schon seit längerem abgeschafft, Dax-Werte bleiben von der Neuregelung unberührt.

MDax-Aktien konnten über Xetra bislang nur in Paketen zu mindestens 100 Stück gehandelt werden. Künftig dürfen nun auch MDax-Titel in kleineren Mengen über Xetra den Besitzer wechseln. Für Privatanleger kann das von Vorteil sein - vorausgesetzt, die Banken führen auch Aufträge in kleinen Stückzahlen sofort aus. Bisher mussten die Broker die Kleinorders mehrerer Kunden mit Stückzahlen unter 100 zu einem großen Geschäft zusammenfassen, um die Mindestordergröße zu erreichen.

Hohe Gebühren
Doch was die Börse als Fortschritt feiert, beurteilen Anlegerschützer skeptisch. Sie warnen vor steigenden Gebühren für die Bankkunden durch zunehmende Teilausführungen von Aktiengeschäften. Hintergrund: Ordert ein Anleger bei seiner Bank zum Beispiel 500 Aktien eines MDax-Unternehmens, kann die Bank nur selten alle Papiere auf einen Schlag kaufen. Sie erwirbt die Aktien in mehreren kleinen Tranchen, so genannten Teilgeschäften.

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