Obwohl die Ölpreisrally in den vergangenen Wochen etwas ins Stocken geraten ist, wird auch in Zukunft mit höheren Ölpreisen zu rechnen sein. Wer von solch einem Anstieg überdurchschnittlich profitieren will, aber auch bei einem Rückgang des Ölpreises positive Renditen erzielen möchte, könnte sich etwas genauer mit dem neuen SG-Öl Schmetterlings Zertifikat auseinandersetzen. Als Basiswert dieses Zertifikates fungiert der Brent Crude Oil-Future.
200% Partizipation bei Kursanstieg werden bei 100% Ertrag gedeckelt
Wenn der Ölpreis in Form des Futures wieder Fahrt aufnimmt, dann partizipiert der Anleger mit dem Schmetterlingszertifikat zu 200% an diesen Wertsteigerungen. Notiert der Ölpreis zu Laufzeitende des Zertifikates, also in 5,5 Jahren, beispielsweise um 40% höher als zum Feststellungszeitpunkt, dann wird das Zertifikat mit 180 Euro zurückbezahlt. Bei 200 Euro ist allerdings ein Cap eingezogen, der die maximale Auszahlung limitiert. Somit errechnet sich für den Inhaber des Zertifikates ein optimaler Kursanstieg von 50%, da das Zertifikat in diesem Fall und bei allen Kursen darüber, mit dem Höchstbetrag getilgt würde. Legt der Ölpreis in den nächsten 5,5 Jahren um mehr als 50% zu, kann dem gemäß nicht mehr mit der Partizipationsrate von 200% kalkuliert werden, da auch ein 70%-iger Kursanstieg die Auszahlung von 200 Euro zur Folge hätte.
Bei 55% des Ausgangswertes hört der Schmetterling zu flattern auf
Das Angenehme an Schmetterlingszertifikaten ist ja gerade der Umstand, dass man auch bei nachgebenden Kursen des Basiswertes zu den Gewinnern gehören kann. Auf Grund der verdoppelten Gewinnchancen nach oben hin wäre ein Kursanstieg natürlich lukrativer als ein Kursrückgang. Im Falle eines Ölpreisrückganges erwirtschaftet man mit diesem Zertifikat einen unmittelbaren Gewinn in Höhe des prozentuellen Rückganges. Fällt der Ölpreis z.B. um 30%, so wird der Wert des Zertifikates am Ende bei 130% liegen.
Wie bereits erwähnt, sind die Gewinnchancen bei einem Kursanstieg des Ölpreises doppelt so hoch wie bei nachgebenden Kursen. Bei einem Kursrutsch werden die Anlegernerven auch deshalb mehr beansprucht, da bereits bei der einmaligen Berührung der Marke von 55% des Ausgangswertes die Schmetterlingswirkung vorbei ist. In diesem Fall wird das Zertifikat am Laufzeitende gemäß dem dann aktuellen Preis des Brent Crude Oil-Futures getilgt.
Das SG-Öl Schmetterlings-Zertifikat, ISIN DE000SG24EP4, Laufzeit bis 9.5.11 kann noch bis 28.10.05 mit 100 Euro plus 1% Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.
Fazit: Vor dem Kauf des SG-Ölschmetterlings-Zertifikates geht man auf jeden Fall von weiter in Bewegung bleibenden Ölpreisnotierungen aus. Steigende Kurse wären aus Sicht des Ertragspotenzials und der zunehmenden Distanz zur Barriere auf jeden Fall wünschenswerter als fallende Kurse. Deshalb eignet sich das Schmetterlings-Zertifikat in erste Linie für Anleger, die von steigenden Ölpreisnotierungen ohne der Gefahr eines allzu starken Kursrückschlages ausgehen.
Beste Grüße
Sebastian Hell
! Marktausblick und Kommentar: GoldWie von mir in meiner letzten Goldmarktanalyse erwartet, lieferte der Goldfuture ein charttechnisches Fehlsignal. Der Dezember Future brach zunaechst auf Intraday Basis aus seiner trendfolgenden Formation aus und versuchte mehrmals den Widerstand der oberen Dreieckskante zu ueberwinden. Dieses Vorhaben gelang den Bullen allerdings nicht, weswegen der Future am Mittwoch der letzten Woche deutlich nachgab und auch in den Folgetagen weiter an Wert verlor.

Desweiteren wurden die erwähnten Hochpunkte am oberen Bollinger Band ausgebildet, was ein weiteres Indiz für einen bevorstehenden Abwärtstrend sein duerfte. Aus Sicht der Candles hat sich am Dienstag und Mittwoch der letzten Woche ein “Bearish Engulfing” gebildet, welches als ernstzunehmendes Verkaufssignal angesehen werden kann.
Sobald der Gold Dezember Future auch noch das mittlere BB unterschreitet, sind alle Weichen für eine zukünftige Abwärtsbewegung gestellt worden.
Die CoT Daten von letzten Freitag zeigen bei den Non Commercials eine weitere Ausweitung der brutto Longpositionen. In Anbetracht des Fehlsignals im Goldfuture ist es nicht verwunderlich, wenn ein baldiger Sell Off einsetzen würde. Die meisten Marktteilnehmer rechnen immer noch mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends und halten deswegen an ihren Positionen noch fest. Sobald sich allerdings am Markt die Erkenntnis durchsetzt, dass eine Korrektur aufgrund der starken Aufwärtsbewegung der letzten Wochen bevorsteht, werden sich die Verkaufsorders häufen.
Einer der Hauptfaktoren die derzeit immer wieder mit einem steigenden Goldpreis in Verbindung gebracht werden, ist eine steigende Inflation in den U.S.A. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die annualisierte US Inflation bei 4,7% liegt und damit dem höchsten Wert seit 14 Jahren entspricht. Ausserdem war im September ein Anstieg der Verbraucherpreisinflation um 1,2% zu verzeichnen, was dem stärksten Zuwachs seit 25 Jahren entspricht.
Jedoch muss noch hinzugefügt werden, dass sich die Kernrate auf Monatssicht nur um 0,1% erhoeht hat, was unter den Ewartungen der Volkswirtschaftler von 0,2% bis 0,3% liegt. Die Kernrate setzt sich aus dem gesamten Warenkorb der normalen Inflationsberechnung abzüglich der volatilen Lebensmittelwerte sowie des Energiesektors zusammen. Somit kann man sagen, dass der Inflationsanstieg ausschliesslich auf den Anstieg der Rohölpreise sowie teilweise auch auf die Preisanstiege bei den anderen Rohstoffen zurueckzuführen ist. Folglich muss ein fallender Ölpreis zu einer rückläufigen US Verbraucherpreisinflation führen, was anschliessend auch dem Hauptargument der Goldbullen den Wind aus den Segeln nehmen würde.
Des weiteren werden meiner Meinung nach diese Inflationssorgen deutlich mehr dem US Dollar als dem Goldpreis helfen. Zumindest auf einer kurzfristigen Sicht von drei bis vier Monaten. Der Grund fuer meine These ist, dass die U.S.A. gezwungen sind ihren Zinssatz weiterhin schrittweise anzuheben. Momentan haben wir in den U.S.A. einen Leitzins von 3,75% wohingegen in der Eurozone nur 2% zu verzeichnen sind. Diese enorme Zinsdifferenz wird meiner Meinung nach in den naechsten Monaten dazu führen, dass verstärkt US Dollars ge- und Euros verkauft werden. Viele internationale Investoren leihen sich ihr Geld in Europa und legen es anschliessend in den U.S.A. zu einem deutlich höheren Zinssatz an. Dieses Vorgehen wird in der Fachsprache als “Carry Trade” bezeichnet. Erst wenn die EU damit beginnt ihren Zins zu erhöhen, was meiner Meinung nach frühestens im Frühjahr des nächsten Jahres passieren wird, sind alle Weichen für einen starken Euro sowie starken Goldpreis gestellt.
Fazit:
Ich halte weiterhin an meiner kurzfristig baerischen Einstellung für den Goldpreis fest und erwarte eine Korrekturbewegung bis auf etwa 430$/440$. Die Carry Trades dürften dem US Dollar auf Sicht der nächsten Monate zu einem weiteren Erstarken verhelfen und diesen damit zu einem grossen Belastungsfaktor für den Goldpreis machen. Des weiteren rechne ich mit deutlich fallenden Ölpreisen die einerseits den Goldpreis schwächen, gleichzeitig aber dann auch den US Dollar stärken werden.
! Marktausblick und Kommentar: SilberSeit seinem Tiefstpunkt bei 6,70$ konnte Silber im Dezember Future deutlich zulegen und markierte ein Intraday High bei ueber 7,90$. Anders als jedoch der Gold Future konnte Silber keine neuen 17 Jahreshochs erreichen und blieb deutlich unter seinen Hoechststaenden bei ueber 8$ zurueck. Obwohl sich seit September ein Aufwaerstrend ausbilden konnte, denke ich, dass das Ende dieses Trends langsam gekommen ist. Die naechste wichtige Unterstuetzungszone liegt nun bei 7,70$, dem ehemaligen Hochpunkt von Anfang Juni.
Aehnlich wie bei Gold hat sich hier ebenfalls am oberen BB eine Top Umkehrformation gebildet die ebenfalls ein “Bearish Engulfing” darstellt.
Ein Blick auf die CoT Daten der Non Coms mahnt zusätzlich zur Vorsicht.
Die Nichtkommerziellen Haendler sitzen auf einer enorm grossen Position, die das letzte Mal in dieser Höhe im Juni 2005 zu finden war. Ein Vergleich dieses Datums mit dem obigen Chart zeigt, dass anschliessend ein rasanter Absturz bis auf 6,90$ folgte. Obwohl ich diesmal nicht unbedingt davon ausgehe, dass wir die 7$ noch einmal von unten sehen werden, ist ein Rebound bis auf 7,10$ durchaus im Bereich des Möglichen. Fundamental interessant war in der letzten Woche die Nachricht, dass die Silver Users Association (SUA) inzwischen dazu drängt, den bevorstehenden Silver ETF von Barclays Capital zu stoppen. Die SUA wurde 1947 gegründet und repräsentiert mehrere Konsumenten sowie auch Produzenten dieses Metalls. Unter den Mitgliedern besteht nun die Befürchtung, dass ein ETF der mit etwa 130 Millionen Unzen “gefilled” werden muss, den Preis von Silber derart in die Höhe ziehen wuerde, dass die gesamte Weltwirtschaft Schaden nehmen koennte.
Ich bin davon überzeugt, dass es diesen ETF (Exchange Traded Fund = Fund der an der Boerse gehandelt wird und den Preis von Silber 1:1 nachvollzieht) niemals geben wird. Der Grund ist die oben erwaehnte Tatsache, dass 130 Millionen Unzen benötigt werden damit der Fund komplett gedeckt ist. Diese Menge entspricht gegenwaertig einem Fünftel bis Sechstel der weltweiten Jahresproduktion. Der Preis wuerde in ungeahnte Höhen schiessen und Werte jenseits der 15$ Marke erreichen. Obwohl dieses Szenario der Traum aller Silberbullen ist, denke ich, dass sich die SEC (US Boersenaufsicht) ueber diese Preisexplosion im klaren ist und deswegen auf keinen Fall ihr “Okay” fuer eine Genehmigung geben wird. Des weiteren werden auch die Manipulatoren (sollte es sie denn geben) ihre Beziehungen und Kontakte spielen lassen, damit der ETF ausser Kraft gesetzt werden wird.
Fazit:
Kurzfristig bin ich fuer Silber baerisch eingestellt und rechne wie bereits oben erwähnt mit einer deutlichen Korrektur der Preise. Langfristig bin ich von höheren Preisen überzeugt, rechne allerdings nicht damit, dass der ETF hierzu einen Beitrag leisten werden kann. Am wahrscheinlichsten ist immer noch, dass das überirdische Silber weltweit kontinuierlich abnimmt und dadurch in ein paar Jahren ein massiver Versorgungsengpass eintreten wird. Meiner Meinung nach ist ein grosser Lieferausfall der einzige Grund wie die Manipulatoren ihre Kontrolle über den Markt verlieren können. Denn wenn es kein Silber am Markt mehr gibt, das sie verkaufen können, dann werden die Kurse letztendlich massiv explodieren. Solange es allerdings Möglichkeiten gibt, wie die Manipulatoren eine höhere Nachfrage verhindern können werden sie es letztendlich auch tun.
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