Becken, dessen Konsortium den Elbtower kaufen will, reagierte auf Aussagen des in der Schweiz lebenden Milliardärs und möglichen Mitinvestors Klaus-Michael Kühne. Der 87-Jährige hatte in einem "Spiegel"-Interview zum Elbtower-Projekt gesagt: "Ich glaube nicht, dass es sich realisieren lässt."
Becken sieht in puncto Eigenkapital verschiedene Lösungsansätze
Als Grund hatte Kühne Probleme bei der Finanzierung und fehlende Mieter genannt. Seine Kühne-Holding würde sich mit maximal 100 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen, sagte er. "Benötigt werden 400 Millionen, doch außer uns gibt es nur einen weiteren Investor."
Die von Kühne genannten Hindernisse gelte es zu überwinden, "um den Weiterbau und die Fertigstellung des Elbtowers sicherzustellen", erklärte Becken dem "Abendblatt". "Von zentraler Bedeutung ist es dabei, weitere Partner auf der Eigenkapitalseite zu finden - diesbezüglich werden eine Vielzahl an Gesprächen geführt und verschiedene Lösungsansätze diskutiert."
Investor: Elbtower beste Lösung für Naturkundemuseum
Hinsichtlich der Vermietung von Flächen zeigte sich Becken "überzeugt, dass der Elbtower als Leuchtturmprojekt für Hamburg und mit seiner internationalen Strahlkraft die beste Lösung für die Unterbringung des Naturkundemuseums" darstelle. "Die Sockelbereiche sind hervorragend geeignet, um die geplanten Ausstellungsflächen zu realisieren - wie eine detaillierte Prüfung bestätigt hat", zitierte das "Abendblatt" aus einer Mitteilung der Becken-Holding.
Die Stadt prüft derzeit einen Einzug des geplanten Naturkundemuseums der Leibniz-Gemeinschaft in den Elbtower. Die Ergebnisse sollen noch in diesem Monat vorgelegt werden. Der Investor ist auf den Einzug des Naturkundemuseums angewiesen, um die für den Kauf notwendige Vorvermietungsquote zu erfüllen.
Immobilienunternehmer Becken verhandelt exklusiv über Weiterbau
Der Elbtower war ursprünglich ein Vorhaben der mittlerweile insolventen Signa Prime Selection AG des österreichischen Bauunternehmers René Benko. Gegenwärtig verhandelt der vorläufige Insolvenzverwalter alleinig mit dem Becken-Konsortium über einen Verkauf. Die Exklusivitätsvereinbarung läuft allerdings Ende des Monats aus./fi/DP/mis
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