Nachdem in Griechenland im Januar schon hervorragende 300 MW an Solar zugebaut wurden, davon aber nur 18 MW an Aufdachanlagen, gab es im Februar wieder ein toller Zubau von 234 MW (13 MW an Aufdachanlagen). Damit hat Griechenland in den ersten zwei Monaten dieses Jahres schon 534 MW an Solar zugebaut. Das sind jetzt schon 61% des Solarzubaus des gesamten Jahr 2012, da waren es 880 MW. Mit diesem unerwartet hohen Zubau vom Januar und Februar wird Griechenland in diesem Jahr ganz locker zu einem 1 GW-Solarmarkt werden.
Hier der Link dazu:
www.pv-magazine.com/news/details/beitrag/...743/#axzz2PExlNsPJ
("Greece: 234 MW of new PV capacity in February; renewable energy reform announced")
Auch in Deutschland läuft es für Solar nach wie vor gar nicht so schlecht. So gab es im Februar ein Zubau von 211 MW. Damit kommt Deutschland in den ersten zwei Monaten dieses Jahres auf einen respektablen Solarzubau von 486 MW und der ist damit sogar höher wie im gleichen Zeitraum von 2011. Damals waren es 366 MW und am Ende des Jahres waren es dann 7,5 GW. Jedoch gab es im gleichen Vorjahreszeitraum einen deutlich höheren Zubau mit 747 MW.
Jedenfalls läuft der deutsche Solarmarkt derzeit immer noch besser wie erwartet. Erwartet wird in Deutschland für 2013 ein Solarzubau von 3,8 bis 4 GW (2012: 7,6 GW).
In Italien läuft es derzeit auch nicht so schlecht für Solar wie gedacht. Zwar gab es im Februar nur ein Zubau von 127 MW, aber in den ersten zwei Monaten dieses Jahres kommt Italien auf einen Solarzubau von guten 359 MW. Jedoch laufen in Italien demnächst die Solarsubventionen über Einspeisevergütungen aus, da der italienische Solarsubventionstopf mit 6,7 Mrd. € wohl bis Ende April ausgeschöpft sein wird. Ende Februar beliefen sich in Italien die Solarsubventionen bei 6,57 Mrd. €. Danach können in Italien Solaranlagen, von der Steuer abgesetzt werden wie das in den USA der Fall ist inkl. Net Metering System. Der Unterschied ist aber, dass in den USA über Steuerrückerstattungen auch große Freiflächenanlagen gefördert werden (Tax-Credits), während in Italien Freiflächenanlagen nach Auslaufen der Einspeisevergütungen nicht mehr gefördert werden.
Da in Rumänien die Strompreise im Januar enorm angestiegen sind mit 10% (alleine durch die hoch subventionierte Windenergie ist in Rumänien der Strompreis um 5% gestiegen) und damit auch die Inflationsrate mit nach oben gezogen hat, gibt es in Rumänien drastische Senkungen bei den EE-Subventionen. Bis jetzt gibt es noch sechs grüne Zertifikate für 1 MW Solar und nach den Kürzungen wirds nur noch 3 Zertifikate für 1 MW Solar geben. Die EU-Kommission hat aber schon vor Wochen Rumänien angehalten ihre hohen Subventionen für die EEs zu kürzen. Rümänien ist mit Großbritannien und Griechenland der europäische Solarhoffnungsträger in diesem Jahr (gewesen) bezüglich Nachfragewachstum gegenüber 2012.
Hier der Link dazu:
www.reuters.com/article/2013/03/29/...es-idUSL5N0CL12G20130329
("Romania plans to cut support for renewable energy")
Der europäische Solarmarkt hat sich in Q1 2013 mal gar nicht so schlecht entwickelt mit einem Gesamtzubau von 2,6 bis 2,9 GW (Q1 2012: 5,5 GW), wenn man berücksichtigt, dass es in Deutschland nicht wie im letzten Jahr zu großen Vorzieheffekten kam (Q1 2012 Deutschland: 2 GW) und dass Q1 schon immer saisonal das schwächste Quartal ist. Erwartet wird in Europa fürs Gesamtjahr 2013 ein Zubau zwischen 12 bis 13 GW und damit rd. 4 bis 5 GW weniger wie in 2012. Ganz großer Risikofaktor für den europäischen Solarmarkt bei der Nachfrage bzw. bei der Zubauprognose sind die Zölle gegen die China-Solaris.
In Q1 2013 wird wohl Griechenland in Europa sehr überraschend die Nr. 1 sein mit ca. 700 MW, danach folgt dann Deutschland mit ca. 620 MW und an Nr. 3 ist wohl England mit ca. 500 MW, knapp vor Italien.
England war bisher fast nur ein privater Aufdachanlagenmarkt (in diesem Segment war England global gesehen in 2012 die Nr. 4 mit rd. 700 MW), aber das wird sich in diesem Jahr drastisch ändern wie man an Q1 sieht, denn der Freiflächenmarkt wird den englischen Solarmarkt in diesem Jahr ganz klar dominieren. Das ist auch der Hauptgrund dafür warum die englische Solarindustrie gerade Sturm läuft gegen eventuelle EU-Zölle gegen die China-Solaris, denn höhere Modulpreise können halt ganz schnell zu unrentablen Solarkraftwerke führen.