Profitiert Diageo von der Wirtschaftskrise? JA!


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Diageo plc 16,815 € +1,69% Perf. seit Threadbeginn:   -7,30%
 
Marygold:

Ausblick

 
08.02.25 12:52
Was das Kassieren der Umsatzprognose sagt:
Profitiert Diageo von der Wirtschaftskrise? JA! 32936947
Der Johnnie-Walker-Hersteller kassiert seine Umsatzprognose und warnt vor geopolitischen Risiken – Anleger werden nervös.
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Marygold:

Und Herausforderungen:

 
08.02.25 12:52
Profitiert Diageo von der Wirtschaftskrise? JA! 32936949
Diageo passt seine Wachstumsziele an und reagiert auf globale Unsicherheiten. Der Spirituosenriese sieht sich mit geopolitischen Risiken und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert.
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Marygold:

200 Mio $ Verlust durch Zölle?

 
08.02.25 12:57
www.fooddive.com/news/...tequila-csuite-tariffs-trump/739276/
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dome89:

Intrressanter Kurs

 
11.02.25 11:03
Wenn man sich den Bereich anschaut ist der momentane Kurs schon sehr deppresiv. So 5-10 Prozent noch runter.

Im Pfund Chart 2’175.50 momentaner Kurs. Corna tief war rund 2´050., 2´113 hoch von 2013. Aufjedenfall guter Unterstützungbereich in diesem Bereich. Natürlich bekommt die Firma durck von allen Seiten. Zölle, Alkohlische Getränke. Währungen etc...

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308win:

Endlich mit von der Partie

 
21.02.25 00:19
Möchte sowieso hier langfristig investieren und bei weiteren Rücksetzern hin und wieder zukaufen. Das neue Logistikzentrum mit Destillerie in Alabama und die neue Brauerei in Irland werden langfristig die Umsätze steigen lassen. Gegessen und getrunken wird immer. Deswegen sind mir persönlich Konsumtitel die liebsten.
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dome89:

verumute hier wie gesagt auch alles bald

 
21.02.25 11:57
eingepreist. Nestle war ähnlich dort ging es 2 Monate bei 78/79 Euro. Gleiches passiert hier bei 25,50-26 und dann gibts nen Befreiungsschlag. Dann steht man aufeinmal 15-20 Prozent höher.

Klar gibts hier viele Risiken. Zölle, Alkohl allgemein. Selbiges wurde über Tabak auch gesagt....  MO Bat und PM alle im Depot zu Spottpreisen. Die liefen die letze Zeit sehr gut.
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Barenwuffet:

Diageo bis. Pernot-Ricard

 
26.03.25 06:54
Ich bin mir aktuell ziemlich unschlüssig, welches der beiden Unternehmen ich in mein Depot mitaufnehme. Sehr bei beiden sehr gute kaufkurse (Pernot bei Kaufzone bei 92€).
Bei Diageo sehe ich die nicht vorhandene Quellensteuer für die Dividende von Vorteil, Pernot Ricard hingegen ist in aufstrebenden Märkten besser aufgestellt. Was sind eure Meinungen?  
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MiaSanMia:

Ähnlich wie bei Coke/Pepsi

 
26.03.25 08:29
Einfach die Summe aufteilen und beide ins Depot nehmen :-)
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voltaren:

die jungen

 
31.07.25 11:14
die jungen trinken viel weniger als wir seinerzeit, das ist schon sehr auffällig.
ich vermute, dass hängt direkt mit den sozialen medien zusammen, alles wird aufgenommen und landet im netz, nichts geht mehr vergessen... (zum glück blieb mir das erspart...)

nicht nur hier beim schnaps, auch wein wird weniger getrunken und selbst die deutschen bierbrauer verkaufen jedes jahr weniger.

fazit: tolle dividende aber null wachstumsphantasie.
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Highländer49:

Diageo

 
05.08.25 12:17
2025 Preliminary Results, year ended 30 June 2025
www.diageo.com/en/news-and-media/...s-year-ended-30-june-2025
Wie schätzt Ihr die neuen Zahlen ein?
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Highländer49:

Diageo

 
06.11.25 18:26
Der britische Spirituosen- und Guinness-Hersteller Diageo (Diageo Aktie) bekommt die Schwierigkeiten in China und die geringe Kauflust der Verbraucher in den USA deutlich zu spüren. Daher dürfte das ursprünglich von Übergangsschef Nik Jhangiani angestrebte organische Umsatzwachstum im laufenden Geschäftsjahr bis Ende Juni keines mehr werden. Der Konzern erwartet nun noch einen Erlös auf Vorjahresniveau oder sogar leicht darunter, wie er am Donnerstag mitteilte. Bisher hatte das Management ein Plus aus eigener Kraft - also Wechselkursschwankungen und Übernahmeeffekte ausgeklammert - etwa in Höhe des Vorjahrs von 1,7 Prozent in Aussicht gestellt. Auch beim operativen Gewinn trübten sich die Aussichten ein.
https://www.ariva.de/aktien/diageo-plc-aktie/news/...ppt-rsf-11810233
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Lesanto:

Diageo

 
11.11.25 05:20
www.handelsblatt.com/unternehmen/...t-sanierer/100173044.html

Der britische Spirituosenkonzern Diageo musste seine Prognose senken. Nun übernimmt mit Dave Lewis der ehemalige Chef der Supermarktkette Tesco die Führung.
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Lesanto:

Diageo

 
13.01.26 11:09
Bericht: Diageo erwägt Verkauf von China-Beteiligungen zur Portfolio-Straffung

de.investing.com/news/stock-market-news/...ffung-93CH-3298205
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Lesanto:

Das

 
04.02.26 12:20
Wir bei Diageo die 2 vorne sehen ist lange her.
Sollten wir uns wirklich langsam wieder nach oben kämpfen?
Eigentlich ist die Branche ja nach wie vor unsexy und kaum jemand steigt hier ein.
Ich hoffe die 20 halten auch....
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Lesanto:

Diageo

 
25.02.26 09:09
Klamme US-Kunden machen auch Spirituosenkonzern Diageo zu schaffen
Mittwoch, 25.02.2026 08:52
Quelle: reuters.com
Düsseldorf, 25. Feb (Reuters) - Der weltgrößte Spirituosenkonzern Diageo hat zum zweiten Mal binnen vier Monaten seine Prognose gesenkt und kürzt nach einem Gewinneinbruch die Dividende. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet der Hersteller von Johnnie Walker Whisky nun mit einem Umsatzrückgang von zwei bis drei Prozent, wie er am Mittwoch mitteilte. Zuvor war das Unternehmen von einem stagnierenden bis leicht sinkenden Geschäft ausgegangen. Der seit Januar amtierende Firmenchef Dave Lewis sprach von einer "schwierigen Entscheidung", die Ausschüttung zu reduzieren, um mehr finanzielle Flexibilität zu schaffen. Die Zwischendividende wird auf 20 Cent festgesetzt.

Grund für die schwache Entwicklung ist vor allem das Geschäft in Nordamerika. Dort wichen Konsumenten wegen des Drucks auf die verfügbaren Einkommen auf günstigere Alternativen aus. Lewis steht zudem vor der Herausforderung, die Schulden zu senken und das Wachstum angesichts von Zollunsicherheiten in den USA, einer nachlassenden Nachfrage in China und einer fragilen globalen Verbraucherstimmung wiederzubeleben. Starkes Wachstum in Europa, Lateinamerika und Afrika konnte dies nicht ausgleichen. Um die Bilanz zu stärken, verkauft der Konzern seine Beteiligung an East African Breweries für rund 2,3 Milliarden Dollar an den japanischen Konkurrenten Asahi.

Die Getränkebranche ächzt seit Längerem unter der mauen Nachfrage vor allem in den USA und China, wo sich preissensible Kunden wegen der Inflation und der unsicheren Arbeitswelt beim Konsum zurückhalten. Das sorgt nicht nur beim Branchenprimus sondern auch bei anderen führenden Konzernen wie Pernod Ricard , Carlsberg , Heineken oder Anheuser-Busch InBev für Absatzprobleme.
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Highländer49:

Diageo

 
25.02.26 18:05
Der britische Schnaps- und Guinness-Hersteller Diageo (Diageo Aktie) leidet noch stärker unter einer schwachen Nachfrage in China und den USA. Unter seinem neuen Chef Dave Lewis strich das Management die Erwartungen an das neue Geschäftsjahr bis Ende Juni ein weiteres Mal zusammen. Der Umsatz dürfte auf vergleichbarer Basis um zwei bis drei Prozent sinken, teilte der Spirituosenkonzern mit Marken wie Johnnie Walker am Mittwoch in London mit. Für die Diageo-Aktie ging es daraufhin steil abwärts.
Am Nachmittag lag das Papier an der Londoner Börse mit rund zehn Prozent im Minus bei 1.688 britischen Pence und war größter Verlierer im britischen Leitindex FTSE 100 . Damit wurde es zwar noch rund fünf Prozent höher gehandelt als zum Jahreswechsel, ist aber nicht einmal mehr halb so viel wert wie vor drei Jahren.

Seit Januar führt der frühere Chef der Supermarktkette Tesco (Tesco Aktie) die Geschicke von Diageo. Der Konzern leidet auf mehrere Arten noch immer unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie. Damals waren die Menschen wegen der Ansteckungsgefahr und geschlossener Restaurants und Bars in Massen zu Hause geblieben und hatten Geld für teure Alkoholika ausgegeben. Nach der Krise stiegen jedoch die Lebenshaltungskosten deutlich, sodass viele Verbraucher stark aufs Geld schauen und bei solchen Ausgaben sparen.

Die bisherige Diageo-Spitze hatte für das laufende Geschäftsjahr zuletzt noch einen stagnierenden Umsatz für möglich gehalten. Lewis glaubt nicht, dass das klappt und geht nun von einem klaren Rückgang aus.

Um die Bilanz des Konzerns in dieser Situation zu stärken, streicht der Verwaltungsrat die Ausschüttungen an die Aktionäre zusammen. Die Dividende solle auf ein angemesseneres Niveau sinken, hieß es zur Begründung. Künftig sollen 30 bis 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden. Zudem soll es pro Jahr mindestens 50 Cent je Aktie als Dividende geben. Für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr bis Ende Dezember gibt es 20 Cent nach 40,5 Cent für die erste Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahrs.
In den Monaten Juli bis Dezember 2025 ging Diageos Umsatz auf vergleichbarer Basis um fast drei Prozent auf knapp 10,5 Milliarden US-Dollar (8,9 Mrd Euro) zurück. Eine starke Entwicklung in Europa, Lateinamerika mit der Karibik und in Afrika sei von einer schwächeren Entwicklung in Nordamerika und einer anhaltenden Schwäche in China aufgezehrt worden, sagte Konzernchef Lewis.

Der operative Gewinn sank vor Sondereffekten ebenfalls um fast drei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Dollar. Negativ wirkten sich auch Zölle aus. Der Überschuss legte hingegen um knapp zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (Dollarkurs) zu. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management vor Sondereffekten mindestens einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau.

Quelle: dpa-AFX
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ARIVA.DE:

Diageo nüchtern betrachtet – da hilft auch ...

 
26.02.26 08:00
Dies ist ein automatisiert generierter Hinweis auf die neueste News zu "Diageo plc" aus der ARIVA.DE Redaktion.

Die Aktie hatte gerade versucht, sich zu stabilisieren, da reißen schwache Zahlen und eine deutliche Dividendenkürzung die zarte Erholung wieder ein.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Diageo nüchtern betrachtet – da hilft auch kein Alkohol mehr!
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Helius3000:

Endlich

 
12.03.26 16:31

steht auch die "sechzehn" !

Prost !!!

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MrTrillion3:

GB0002374006 - Diageo

 
12.04.26 18:04

Diageo ist für mich im April 2026 kein kaputtes Unternehmen, aber eine angeschlagene Qualitätsaktie. Der Konzern gehört weiter zur absoluten Weltspitze im Spirituosenbereich, verfügt über ein globales Markenportfolio mit Schwergewichten wie Johnnie Walker, Guinness, Smirnoff, Tanqueray, Baileys, Captain Morgan, Crown Royal und Don Julio und ist in fast 180 Ländern aktiv. Die Aktie hat jedoch ihren Nimbus als nahezu unerschütterlicher Defensivwert vorerst verloren. Am 10. April 2026 lag der Kurs in London bei rund 1.441 Pence; die Marktkapitalisierung lag bei etwa 32 Milliarden Pfund. (www.diageo.com)

Zur Geschichte: Diageo entstand 1997 aus der Fusion von Guinness und Grand Metropolitan. In den Jahren danach trennte sich der Konzern von Nahrungsmittelaktivitäten wie Burger King und Pillsbury, um sich auf Premium-Getränke zu konzentrieren. 2001 kamen mit Teilen des Seagram-Geschäfts unter anderem Captain Morgan und Crown Royal hinzu, später baute Diageo mit United Spirits seine Position in Indien aus. Das Unternehmen ist also kein Start-up und kein Modethema, sondern ein historisch gewachsener globaler Markenverbund, dessen Stärke immer in Vertrieb, Markenführung, Preissetzung und Skaleneffekten lag. (www.diageo.com)

Fundamental betrachtet war das Geschäftsjahr 2025 ordentlich, aber nicht stark genug, um die heutigen Zweifel am Markt auszuräumen. Diageo erzielte 2025 einen Umsatz von 20,245 Milliarden US-Dollar, organisches Umsatzwachstum von 1,7 Prozent und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 5,704 Milliarden US-Dollar, das organisch um 0,7 Prozent zurückging. Der ausgewiesene operative Gewinn fiel wegen Sondereffekten deutlich auf 4,335 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn auf 2,538 Milliarden US-Dollar. Positiv ist: Das Geschäft ist nach wie vor hochprofitabel. Negativ ist: Das Wachstum ist zu schwach für die Qualität, die Bewertung und die Verschuldung, die Diageo historisch mitgebracht hat. (www.diageo.com)

Die eigentliche Bruchstelle zeigte sich dann im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026. Für die sechs Monate bis 31. Dezember 2025 meldete Diageo einen Umsatz von 10,46 Milliarden US-Dollar, organisch minus 2,8 Prozent, ein operatives Ergebnis von 3,116 Milliarden US-Dollar und einen freien Cashflow von 1,532 Milliarden US-Dollar. Besonders problematisch war, dass Wachstum in Europa, Lateinamerika und Afrika die Schwäche in Nordamerika und bei chinesischen White Spirits nicht ausgleichen konnte. Das ist entscheidend, weil Nordamerika historisch die wichtigste Gewinnmaschine des Konzerns war. Gleichzeitig lag die Nettoverschuldung Ende Dezember 2025 bei 21,7 Milliarden US-Dollar. (www.diageo.com)

Damit sind wir beim Kern der aktuellen Investmentthese: Diageo kämpft nicht mit einem einzelnen Ausrutscher, sondern mit mehreren Belastungen zugleich. In den USA leiden Spirituosenverkäufe unter Kaufkraftdruck und einer Verschiebung hin zu günstigeren Alternativen. In China bleibt das Geschäft mit White Spirits schwach. Dazu kommen veränderte Konsumgewohnheiten, eine insgesamt nüchternere Nachfrageentwicklung in Teilen der westlichen Märkte und bei Guinness sogar Kapazitätsengpässe, also ausgerechnet beim derzeit stärksten Zugpferd Grenzen auf der Angebotsseite. Reuters fasste das im Februar 2026 treffend zusammen: neuer CEO, gesenkte Jahresprognose, halbierte Zwischendividende und ein offener Hinweis darauf, dass erst wieder investiert und bilanziell aufgeräumt werden muss. (www.diageo.com)

Das ist auch der Grund, warum ich die Dividendenkürzung nicht als Nebensache sehe, sondern als Einschnitt. Diageo hat im Februar 2026 die Interim-Dividende auf 20 US-Cent halbiert, die Ausschüttungspolitik auf 30 bis 50 Prozent des Gewinns neu gesetzt und eine jährliche Mindestdividende von 50 Cent festgelegt. So etwas macht ein Konzern wie Diageo nicht, wenn alles nur vorübergehend rumpelt. Das Management signalisiert damit klar: Bilanzstärkung und operative Reinvestition haben Vorrang. Für Einkommensinvestoren ist das schmerzhaft, für die langfristige Gesundung des Konzerns aber nachvollziehbar. (www.diageo.com)

Seit Januar 2026 führt Sir Dave Lewis das Unternehmen. Das ist nicht irrelevant. Lewis wurde im November 2025 offiziell als CEO ab 1. Januar 2026 berufen und hat bei den Halbjahreszahlen bereits sehr deutlich gemacht, dass er Diageo operativ schärfer, wettbewerbsfähiger und finanziell flexibler aufstellen will. Der Markt hat das zunächst nicht als Beruhigung, sondern als Eingeständnis des Sanierungsbedarfs verstanden. Meiner Einschätzung nach ist genau das aber die richtige Lesart: Unter Lewis ist Diageo kein gemütlicher Dauerläufer mehr, sondern ein Umbaucase mit nach wie vor sehr wertvollen Assets. (www.diageo.com)

Für die nächsten fünf Jahre sehe ich die Aussichten zweigeteilt. Die bullische Sicht lautet: Diageo besitzt weiterhin außergewöhnliche Marken, globale Distribution, hohe Bruttomargen, starke Positionen in attraktiven Kategorien wie Tequila und Guinness sowie erhebliche Hebel aus Effizienzprogrammen und Portfoliosteuerung. Das Unternehmen erwartet weiterhin rund 625 Millionen US-Dollar Kosteneinsparungen über drei Jahre und will bis spätestens Fiskaljahr 2028 wieder klar in den Zielkorridor von 2,5 bis 3,0x Nettoverschuldung zu EBITDA kommen. Gelingt das, kann die heutige Schwächephase im Rückblick wie eine normale Bereinigung aussehen. (SEC)

Die skeptische Sicht ist aber ebenso real: Premium-Spirituosen sind nicht immun gegen längere Nachfrageschwäche. Gerade in Nordamerika hat der Konzern gezeigt, dass Preissetzungsmacht und Markenstärke Grenzen haben, wenn Verbraucher schlicht weniger ausgeben wollen. Wenn sich die Schwäche in den USA und China länger zieht, wird aus einer Delle schnell ein mehrjähriger Ergebnisknick. Dann wäre Diageo zwar immer noch ein gutes Unternehmen, aber vorerst kein guter Compounder. Genau das ist die zentrale Frage für Anleger: Handelt es sich um ein zyklisches Tal oder um eine strukturelle Abschwächung des Konsums in zentralen Märkten? Stand April 2026 ist das noch nicht abschließend beantwortet. Gesichert ist nur, dass das Management selbst für Fiskaljahr 2026 nun mit einem organischen Umsatzrückgang von 2 bis 3 Prozent rechnet. (Reuters)

Für den Zeitraum von 5 bis 15 Jahren bleibt Diageo dennoch ein ernstzunehmender Kandidat. Warum? Weil globale Spirituosen- und Biermarken mit echter Preismacht selten sind. Marken wie Johnnie Walker, Guinness, Don Julio oder Tanqueray lassen sich nicht einfach nachbauen. In vielen Schwellenländern ist Premiumisierung zudem ein langer Trend, auch wenn er zyklisch unterbrochen wird. Indien bleibt strategisch interessant, Lateinamerika und Afrika liefern Wachstum, und Guinness hat sichtbar Zugkraft. Wer so weit nach vorne schaut, investiert im Kern darauf, dass Diageo seine Markenstärke nicht verloren hat, sondern nur durch ein schwaches Umfeld und operative Fehler ausgebremst wurde. Diese These halte ich für plausibel. Sicher ist sie nicht. (www.diageo.com)

Bei der Bewertung ist die Aktie inzwischen deutlich realistischer bepreist als noch vor einigen Jahren. Auf Basis der am Markt angezeigten Daten lag das KGV zuletzt nur noch im hohen Zehnerbereich. Das ist für einen früheren Premium-Defensivwert günstig, aber nicht automatisch billig, wenn Gewinn und Dividende unter Druck stehen. Der Markt zahlt heute nicht mehr für makellose Stabilität, sondern für die Chance auf eine operative Erholung. Das ist ein wichtiger Unterschied. (Yahoo Finanzen)

Meine eigene Einschätzung lautet deshalb so: Diageo ist aktuell eher ein antizyklischer Qualitätskauf als ein sorgenfreier Dividendenwert. Wer heute einsteigt, kauft keine heile Welt, sondern ein starkes Unternehmen in einer Schwächephase. Das kann attraktiv sein, weil gute Markenhäuser selten dauerhaft billig werden. Es kann aber auch frustrierend sein, wenn die operative Erholung noch zwei oder drei Jahre braucht. Ich halte Diageo auf dem heutigen Niveau für fundamental interessanter als noch 2023 oder 2024, aber ich sehe die Aktie nicht als glasklaren Selbstläufer. Dafür ist die Lage in Nordamerika zu schwach, die Bilanz noch zu angespannt und die neue Strategie noch zu wenig greifbar. (www.diageo.com)

Zu den Kurszielen: Das Folgende ist meine Einschätzung, nicht die Wiedergabe eines offiziellen Analystenkonsenses. Auf Sicht von 12 bis 24 Monaten halte ich ein bearishes Szenario von etwa 1.250 bis 1.350 Pence für möglich, falls die US-Schwäche anhält und die operative Marge weiter unter Druck gerät. Mein Basisszenario liegt bei 1.650 bis 1.850 Pence, wenn sich das Geschäft 2027 stabilisiert, der Schuldenabbau glaubwürdig vorankommt und der Markt wieder mit einer normalen Qualitätsprämie auf Diageo schaut. In einem bullischen Szenario mit erfolgreichem Turnaround, Guinness-Ausbau, Tequila-Stärke und wieder solider Wachstumsstory sehe ich 2.050 bis 2.250 Pence als erreichbar an. Vom Kursniveau am 10. April 2026 aus ist das Basisszenario also attraktiv, aber nicht ohne operative Bewährungsprobe. (London Stock Exchange)

Unterm Strich ist Diageo für mich kein Fall von „kaputt“, sondern von „angeschlagen und neu zu beweisen“. Die historische Qualität des Geschäfts ist real. Die aktuellen Probleme sind ebenfalls real. Genau deshalb ist die Aktie heute überhaupt wieder interessant. Wer perfekte Visibilität will, ist hier falsch. Wer bereit ist, einem erstklassigen Markenhaus eine mehrjährige Reparaturphase zuzugestehen, kann auf dem heutigen Niveau einen vernünftigen langfristigen Einstiegspunkt erwischen. Für einen konservativen Langfristinvestor ist Diageo damit eher eine gestaffelte Turnaround-Position als ein blinder Sofortkauf in voller Größe. Die Chancen über 5 bis 15 Jahre sind gut, aber der Weg dorthin dürfte rauer sein, als man es bei Diageo lange gewohnt war. (www.diageo.com)

Autor: ChatGPT

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