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Merz: Die Lage ist schwierig

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die schwarz-rote Koalition noch vor großen Aufgaben. Mit Blick vor allem auf die wirtschaftliche Schwäche Deutschlands sagte der CDU-Chef beim ntv-Talk "Pinar Atalay": "Die Lage ist schwierig." Merz sagte weiter: "Ich hätte mir schon vorstellen können, dass wir manche Entscheidungen früher getroffen hätten." In der Koalition mit den Sozialdemokraten sei es nicht einfach. Die SPD werde aber umgekehrt sagen, mit CDU und CSU sei es nicht einfach. Eine Koalition müsse sich zusammenfinden. Es müsse weiter Vertrauen aufgebaut werden.

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Friedrich Merz beim EPP Kongress in München im Mai 2023
Quelle: - ©European People's Party, cc-by-2.0:

Merz sagte, die strukturelle Wachstumskrise der Volkswirtschaft mache ihm im Augenblick innenpolitisch am meisten Sorgen. Im Juni sei die Stimmung in Deutschland besser gewesen als jetzt. Die Regierung habe einiges auf den Weg gebracht. Dies habe aber bisher nicht auf den Arbeitsmarkt und das Wachstum durchgegriffen. "Es muss noch vieles kommen."

Bei Bürgergeld kurz vor Entscheidung

Merz bekräftigte, dass Union und SPD kurz vor einer Verständigung bei der Reform des Bürgergeldes stehen. "Wir sind noch nicht ganz am Ziel." Man spreche im Augenblick darüber, was man den Betroffenen zumuten könne, die sich nicht an einer Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beteiligen.

Der Kanzler sprach von einem ersten Teil eines größten Gesetzgebungspakets, der zweite Teil komme nächstes Jahr. Dabei gehe es darum, kriminelle Strukturen, die sich um diese Sozialleistungen herum entwickelt hätten, in den Blick nehmen. Das werde aber eine etwas weitergehende Gesetzgebung.

In der ARD-Sendung "Caren Miosga" hatte Merz am Sonntagabend zum Bürgergeld gesagt, eine Einigung sei "sehr nah"Zwei, drei Punkte würden in den nächsten Tagen noch besprochen./hoe/DP/nas

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