Seit der Festnahme des Oppositionspolitikers am vergangenen Mittwoch gehen in Istanbul, Ankara, Izmir und anderen Städten trotz Verboten Zehntausende Menschen auf die Straße. Teilweise gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen Einsatzkräften und Demonstrierenden. Seit Beginn der Proteste wurden laut Innenministerium mehr als 1.400 Menschen festgenommen, darunter mindestens zehn Journalisten und Fotografen. Noch immer in Gewahrsam sind demnach 979 Menschen.
Imamoglu gilt als der aussichtsreichste politische Herausforderer von Präsident Recep Tayyip Erdogan bei der für 2028 angesetzten Wahl und wurde von der größten Oppositionspartei als Kandidat aufgestellt. Er war unter Korruptions- und Terrorvorwürfen festgenommen worden. Am Sonntag kam er in Untersuchungshaft und wurde als Bürgermeister der Millionenmetropole Istanbul abgesetzt. Imamoglu bestreitet alle Vorwürfe und wirft der Regierung vor, ihn mit den Ermittlungen politisch kaltstellen zu wollen./mee/DP/jha
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