Vonovia-Aktie fällt auf neues Tief: Kommt's jetzt nochmal richtig dick?
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Nach Tech-Sell-Off: Überschaubare Verluste in Europa ...
Dem dramatischen Abverkauf bei Technologie- und Wachstumswerten am vergangenen Freitag konnten sich zum Wochenauftakt auch europäische Basiswerte nicht entziehen. Mit Verlusten von rund einem halben Prozent hielten sich die Abgaben im Deutschen Leitindex DAX jedoch im Rahmen – vor allem vor dem Hintergrund des neuerlichen Schlagabtauschs zwischen Israel und dem Iran.
Die europäischen Märkte profitieren davon, wenig stark von Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten abhängig zu sein, als der US-Markt. Die einfache Rechnung lautete am Montag: Was zuvor weniger stark gestiegen ist, konnte jetzt auch weniger stark fallen.
Dieser Logik nicht gefolgt sind Immobilienwerte. Zu den größten Verlierern innerhalb des Gesamtmarktindex HDAX gehörte zum Wochenauftakt die Aktie von Gewerbeimmobilienvermieter Aroundtown mit einem Minus von über 5 Prozent.
Beim deutschen Branchenprimus Vonovia fielen die Verluste zwar deutlich geringer aus, nichtsdestotrotz fiel die Aktie auf ein neues Mehrjahrestief. Dadurch drohen charttechnisch jetzt noch höhere Verluste, wie der Blick in den Chart zeigt:
Dauerhaft hohe Zinsen belasten die Immobilienbranche
Die Vonovia-Aktie befindet sich schon seit fast 2 Jahren in einem Abwärtstrend. Der Grund hierfür sind die nach dem Beginn des Ukraine-Krieges nicht nur stark, sondern vor allem dauerhaft gestiegenen Leitzinsen. Die dadurch verschlechterten Finanzierungsbedingungen für Immobilien- und Immobilieninvestitionskonzerne (REITs) treffen Vonovia (Vonovia Aktie) besonders hart, weil das Unternehmen vergleichsweise hoch verschuldet ist.
Zwar konnte die Aktie im März zwischenzeitlich aus ihrem Abwärtstrend ausbrechen, nachdem die Zeichen sowohl bei der EZB als auch bei der Fed auf Leitzinssenkungen standen. Der Iran-Krieg und die mit ihm explodierenden Energiepreise verlangen nicht nach niedrigeren, sondern nach höheren Zinsen. Mit dem Abverkauf am Anleihenmarkt korrigierte daher auch die Vonovia-Aktie stark.
Neues Mehrjahrestief: Vonovia löst Verkaufssignal aus
Nach einer zwischenzeitlichen Erholung befindet sich das Papier schon seit einigen Wochen wieder im Rückwärtsgang, nachdem ein Ende des Konflikts noch immer nicht in Sicht ist und die am vergangenen Freitag vorgelegten, überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten Leitzinserhöhungen der Fed noch wahrscheinlicher machen.
Dadurch ist die Aktie am Montag unter die Marke von 20 Euro gerutscht. Das stellt nicht nur das Verletzen einer wichtigen Unterstützung, sondern auch ein neues Mehrjahrestief dar. Die gelten in der technischen Analyse als starke Verkaufssignale. Es ist also mit weiteren Verlusten zu rechnen.
Hier drohen jetzt nochmal zweistellige Verluste
Erschwert wird die Ausgangslage der Aktie durch den Umstand, dass die technischen Indikatoren weiterhin schwach sind. Der RSI ist zwar überverkauft, notiert aber noch nicht tief genug, als dass eine Gegenbewegung bereits zwingend wäre. Unterdessen ist der Trendstärkeindikator MACD wieder unter seine Signallinie gefallen.
Damit droht nicht nur der Vorzeichenwechsel vereitelt, sondern ein an Fahrt gewinnender Abwärtstrend der Aktie angezeigt zu werden. Die bullishen Divergenzen, welche die beiden Indikatoren zuletzt angedeutet haben, drohen durch den neuerlichen Kursrutsch außerdem aufgegeben zu werden. Damit könnte dieses frühe Trendwendesignal abgeräumt und eine nachhaltige Gegenbewegung noch unwahrscheinlicher werden.
Die nächsten Supports liegen erst im Bereich von 17,00 bis 17,50 Euro. Zur Oberseite würde ein erstes prozyklisches Kaufsignal dagegen erst oberhalb der 50-Tage-Linie bei 22,34 Euro vorliegen. Für einen Anstieg in diesen Bereich gibt es jedoch keine Indizien.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG6VUV3
, DE000NG67J40
, DE000NB52CX5
, DE000NB5WWF7
, DE000NB6E8P6
, DE000NB6TT22
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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