SpaceX im ETF-Depot? Diese ETFS könnten Musk vorerst draußen halten

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Ein SpaceX Crew Dragon Raumschiff nähert sich der Internationalen Raumstation zur Andockung.
©NASA Kennedy CC2
SpaceX im ETF-Depot, ohne es zu wollen? Nach dem IPO könnte Musks Raketenfirma bald in vielen Fonds landen. Doch einige ETFs halten die Aktie vorerst konsequent draußen.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Nach dem erfolgreichen Börsengang von SpaceX rückt die Aktie in den Fokus vieler ETF-Anleger. Denn sobald ein Unternehmen in große Indizes aufgenommen wird, landet es in der Regel automatisch in passiven Fonds. Bei SpaceX dürfte dieser Mechanismus jedoch nicht überall sofort greifen.

Elon Musk drängt mit SpaceX in die wichtigsten Börsenbarometer. Für viele Anleger könnte das bedeuten: Die Aktie des Raumfahrtkonzerns taucht früher oder später in ihrem Depot auf, ohne dass sie aktiv gekauft wurde. Genau das passiert, wenn Indexfonds einen Index exakt nachbilden und neue Mitglieder automatisch aufnehmen müssen.

Beim S&P 500 bleibt SpaceX jedoch zunächst außen vor. S&P Global will seine Aufnahmekriterien nicht aufweichen. Für neue Indexmitglieder gelten weiterhin Bedingungen wie eine mindestens einjährige Börsennotierung und Profitabilität. Da SpaceX aktuell hohe Verluste schreibt, ist eine Aufnahme in den wichtigsten US-Aktienindex vorerst nicht in Sicht.

Das ist für ETF-Sparer relevant. Wer breit gestreut in Standardindizes investiert, könnte SpaceX später dennoch ins Portfolio bekommen. Es gibt jedoch Fonds, bei denen die Musk-Aktie deutlich schwerer durch die Tür kommt.

Vor allem nachhaltige ETFs dürften SpaceX zunächst meiden. Ein Beispiel ist der Amundi MSCI ACWI SRI Climate Paris Aligned UCITS ETF. Solche SRI- und ESG-Indizes verlangen mehr als nur Börsenfantasie: Unternehmen benötigen belastbare Nachhaltigkeitsdaten und ein ESG-Rating und müssen strenge Auswahlkriterien erfüllen.

Bei SpaceX könnten gleich mehrere Punkte zum Problem werden. Dazu zählen die kurze ESG-Historie, die hohen Verluste sowie staatliche Militäraufträge rund um Satelliten und Transporte für das US-Verteidigungsministerium.

Die Konsequenz für Anleger: Wer den Hype um SpaceX mitmachen möchte, könnte über klassische Indizes früher oder später automatisch dabei sein. Wer das vermeiden möchte, sollte genauer auf SRI-, ESG- oder S&P-500-ETFs achten. Dort dürfte SpaceX vorerst keinen Platz finden.

Diese ETFs haben SpaceX bereits im Portfolio.

Ganz ohne ETF-Zugang ist SpaceX allerdings nicht. Einige aktive ARK-Produkte sind laut fundresearch.de bereits investiert. Die höchste Gewichtung weist der ARK Space & Defense Innovation UCITS ETF mit 7,97 Prozent auf. Auch der ARK Innovation UCITS ETF hält 4,13 Prozent in SpaceX, während der ARK Artificial Intelligence & Robotics UCITS ETF auf 3,23 Prozent kommt.

Passive Nasdaq-100-ETFs müssen dagegen noch warten. Die Fast-Entry-Regel der Nasdaq sieht vor, dass ein neu gelistetes Unternehmen frühestens nach 15 Handelstagen in den Nasdaq-100 aufgenommen werden kann. Erst danach können Produkte wie der Invesco EQQQ Nasdaq-100 UCITS ETF, der iShares Nasdaq 100 UCITS ETF, der Xtrackers Nasdaq 100 UCITS ETF oder der Amundi Nasdaq-100 UCITS ETF SpaceX ins Portfolio aufgenommen werden.

Autor: sbh-Redaktion/FH


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