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Zentralbanken kaufen massiv Gold und meiden US-Anleihen – dahinter steckt die Angst vor Sanktionen und politischer Erpressung durch Washington. Eine Analyse.
Erstmals seit fast drei Jahrzehnten besitzen die Zentralbanken weltweit wieder mehr Gold als US-Staatsanleihen. Die Zentralbanken der Welt halten mittlerweile mehr als 35.000 Tonnen Gold. Das entspricht etwa einem Fünftel allen jemals geförderten Goldes.
2022, 2023 und 2024 erwarben sie zusammengenommen jährlich mehr als 1.000 Tonnen – etwa das Doppelte dessen, was im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts üblich war.
Aber Achtung: 2025 fielen die Zentralbank-Goldkäufe mit 297 Tonnen bis einschließlich November dann wieder deutlich ab.
Die Käuferstruktur hat sich allerdings grundlegend gewandelt. Während die USA, Deutschland und Frankreich ihre Goldbestände weitgehend unangetastet lassen, kaufen Schwellenländer wie China, Russland und die Türkei massiv zu.
Zwar halten traditionelle Wirtschaftsmächte weiterhin die größten Bestände. So besitzen die USA über 8.100 Tonnen Gold – was fast drei Viertel der gesamten Fed-Reserven der ausmacht. Auch die Bundesbank hält fast 75 Prozent ihrer Währungsreserven in dem Edelmetall – rund 3.351 Tonnen.
Dagegen kaufen viele Schwellenländer massiv zu. China hat seine Goldreserven seit Beginn des Ukraine-Kriegs von 3,1 auf 6,8 Prozent seiner Gesamtreserven mehr als verdoppelt. Russland steigerte seinen Goldanteil im selben Zeitraum von 21,7 auf 37,1 Prozent.
Hinter dieser Entwicklung steht ein fundamentales Misstrauen gegenüber der US-Politik, denn Washington nutzt die Dominanz seiner Währung im globalen Zahlungsverkehr zunehmend als politisches Druckmittel. Sanktionen gegen Russland, Iran, China und andere Staaten haben vielen Regierungen vor Augen geführt, wie verwundbar sie durch ihre Dollarabhängigkeit sind. ...
Freitag der Crash. Montag das Nachbeben. Dienstag die Gegenwehr. Gold und Silber ziehen wieder an. Viele Zwangsverkäufe sind durch – und Dip-Käufer zurück. Nach drei Tagen Ausnahmezustand ist das aber noch lange kein „zurück zur Normalität“. Die Sache mit dem sicheren Hafen können Anleger wohl ohnehin erst mal vergessen.
Der Absturz war historisch. Die Gegenbewegung ist es fast auch. Gold und Silber drehen heute wieder nach oben, nachdem der Markt zum Wochenschluss komplett durchgeschüttelt wurde. Gold steigt zeitweise um mehr als 6 Prozent auf über 4.950 Dollar je Unze. Silber legt über 12 Prozent zu und handelt wieder über 89 Dollar. Allerdings geht es am Abend schon wieder runter. 83,46 Dollar bedeuten nur noch ein Plus von gut 5 Prozent.
Am Montag war noch Abriss angesagt. Viele Strategien reagieren zum Wochenstart mechanisch, Positionen werden gekappt, Hebel fliegen raus. Ein Berenberg-Stratege sagte bereits gestern: Montags läuft der Abverkauf oft weiter – und am Dienstag kommt dann die Gegenbewegung.
Gold und Silber waren im Januar heiß gelaufen. Zu viele saßen auf derselben Wette. China war groß dabei, westliche Privatanleger auch. Call-Optionen und gehebelte Produkte haben das Ganze aufgeblasen, bis es am Freitag in Asien gekippt ist. Silber erwischte es mit dem größten Tagessturz seiner Geschichte, Gold fiel so stark wie seit 2013 nicht mehr. ...
www.deraktionaer.de/artikel/...zock-geht-weiter-20394750.htmlDer Sturz kam abrupt. Nach einem historischen Höhenflug fielen Gold- und Silberpreise innerhalb weniger Tage deutlich. An den Märkten hält sich seitdem eine Erklärung hartnäckig: Die mögliche Nominierung von Kevin Warsh als neuer Chef der US-Notenbank durch US-Präsident Donald Trump habe die Korrektur ausgelöst.
Der Edelmetall-Experte Robert Vitye widerspricht. Ihm zufolge greift diese Lesart zu kurz. Er ordnet das Geschehen anders ein. Die Korrektur habe bereits eingesetzt, bevor Trump Warsh offiziell ins Spiel brachte, sagt Vitye im Wirtschaftspodcast "Brichta & Bell". Gold und Silber seien zuvor nahezu exponentiell gestiegen, die Märkte entsprechend überhitzt gewesen: "Wir haben es mit einer klassischen Überkauftheit zu tun gehabt." In solchen Phasen reiche oft ein einzelner Impuls, um eine Verkaufswelle auszulösen, sagt Vitye. Anschließend beginnt ihm zufolge die Suche nach simplen Erklärungen: politischen Schlagzeilen.
Der Edelmetallexperte macht stattdessen gleich mehrere Ursachen für den jüngsten Absturz aus. Dazu gehört auch die Struktur der Edelmetallmärkte selbst. Die kurzfristige Preisbildung findet vorwiegend an den Terminmärkten statt, insbesondere an der US-Börse Comex. Dort dominieren kreditfinanzierte Positionen. Höhere Sicherheitsanforderungen der Börse, algorithmischer Handel und technische Faktoren hätten die Abwärtsbewegung zusätzlich beschleunigt, sagt Viyte. Er spricht von einer typischen Verkaufskaskade, wie sie in stark gehebelten Märkten immer wieder zu beobachten sei.
In der Debatte um die enormen US-Staatsschulden wird oft über teure neue Ausgabenprogramme gestritten. Doch die eigentliche Gefahr für die fiskalische Stabilität der USA liegt längst nicht mehr bei neuen Projekten, sondern in der Vergangenheit. Wegen exzessiver früherer Ausgaben stecken die USA heute in einer Zinsfalle, aus der es kaum noch ein Entkommen gibt.
Das Primärdefizit der Vereinigten Staaten – also die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ohne Zinszahlungen – soll in den nächsten Jahrzehnten relativ stabil bleiben, zeigen die aktuellen Daten der US-Haushaltsbehörde CBO (Congressional Budget Office). Es wird erwartet, dass es sich konstant im Bereich von etwa 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bewegt. Das bedeutet im Umkehrschluss: Das Weiße Haus plant keineswegs einen "Kollaps" der Haushaltsdisziplin oder uferlose neue Ausgabenorgien, was einige vielleicht etwas überrascht.
Die wahre Bedrohung zeigt sich erst, wenn der gigantische Berg an ausstehenden Schulden mit einbezogen wird. Da die Verschuldung in den letzten Jahren rasant gestiegen ist und weiter zunimmt, weitet sich das Gesamtdefizit unaufhaltsam aus. Von derzeit rund 6 Prozent des BIP wird es laut Schätzungen bis zur Mitte der 2050er Jahre in den zweistelligen Bereich klettern, erklärt Brett Ryan, leitender US-Volkswirt der Deutschen Bank.
Besonders auffällig ist die wachsende Kluft zwischen dem Primärdefizit (Ausgaben minus Einnahmen, aber ohne Zinsen) und dem Gesamtdefizit (einschließlich Zinsen):
- Mitte der 2010er Jahre betrug dieser Unterschied (also der reine Zinsanteil) lediglich etwa 1,2 Prozentpunkte.
- Heute liegt er bereits bei rund 3,2 Prozentpunkten.
- In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird diese Lücke "extrem groß" werden, erwarten Ökonomen.
Historisch gab es zwar bereits in den 80er und 90er Jahren große Lücken, doch die Gründe waren grundverschieden. Damals waren die Schuldenstände weitaus niedriger; die Belastung entstand dadurch, dass die Leitzinsen und damit auch die Schuldenzinsen der USA, sehr hoch waren. Heute ist es umgekehrt: Die Zinsen sind moderat, aber der Schuldenberg ist so massiv, dass selbst normale Zinsniveaus die Tragfähigkeit des Haushalts gefährden. Deswegen fordert die US-Regierung auch vehement niedrigere Zinsen von der Notenbank. Zur Einordnung: Die Höhe der Zinsen auf Staatsanleihen hängt von den Leitzinsen ab, was wiederum bestimmt, wie viel Zinsen die USA für ihre ausstehenden Schulden zahlen müssen.
Während zwischen der Finanzkrise 2008 und dem Jahr 2022 die Zinsen meist unter dem Wirtschaftswachstum lagen, geht man nun davon aus, dass Zinsen und Wachstum künftig etwa gleichauf liegen werden. Das nimmt dem Staat den Spielraum, "aus den Schulden herauszuwachsen".
Die USA sind mit einer enormen Schuldenlast konfrontiert, die zunehmend zu einem unlösbaren Problem wird. Auch wenn die neuen Ausgaben (Primärdefizit) stabil bleiben, führt die hohe Zinslast zu einem stetig wachsenden Schuldenberg. Künftige US-Regierungen werden kaum noch Spielraum für Konjunkturprogramme oder Hilfsmaßnahmen in Krisenzeiten haben, sondern werden zunehmend durch die Notwendigkeit eingeschränkt, die Schulden zu verwalten. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um die Schulden in den Griff zu bekommen, könnten die USA in eine finanzielle Sackgasse geraten, aus dem es keinen Ausweg mehr gibt.
Der Tech-Ausverkauf folgt einer Trendwende: Statt aus der Portokasse müssen Meta, Oracle & Co. den KI-Ausbau zunehmend über Schulden finanzieren. Dadurch wird das Crash-Risiko immer weiter in der Wirtschaft verteilt. Einige Vehikel wecken dabei böse Erinnerungen.
OpenAIs "Stargate"-KI-Rechenzentrum im texanischen Abilene, am Rande des Nirgendwo, zwei Autostunden westlich von Forth Worth, beeindruckt nicht nur logistisch. Allein für die Bauarbeiter wurde ein temporärer Parkplatz mit 5000 Plätzen aus dem Boden gestampft. Schließlich entsteht hier nichts weniger als der bislang größte Supercomputer der Weltgeschichte - mit gut einer halben Million KI-Chips und dem Stromverbrauch von mehreren Millionen Haushalten.
Das erste Gebäude ist bereits seit September online. Doch nicht nur beim Baufortschritt stellt OpenAIs KI-Initiative alles in den Schatten. Mit ihren nächsten beiden "Stargate"-Serverfarmen anderswo in Texas und bei Milwaukee in Wisconsin sprengen OpenAI und Oracle auch alle finanziellen Rekorde: 38 Milliarden US-Dollar haben Banken dafür zusammengelegt. Das Finanzierungsvolumen ist so gewaltig, dass neben JPMorgan und Mitsubishi mehr als 30 Finanzriesen an dem Konsortium beteiligt sind, darunter Goldman Sachs, BNP Paribas und Société Générale.
Der fünfjährige Megakredit namens Jacquard ist der bisher größte Schuldendeal der KI-Revolution. Und das bisher deutlichste Zeichen einer Trendwende: "Was einst eine ganz einfache Story war, wird plötzlich um einiges komplizierter", zitiert "Fortune" die Chefvermögensverwalterin von Morgan Stanley, Lisa Shalett. In einer Abwärtsphase sei man zwar nicht. Die Fundamente des KI-Booms würden aber "von Tag zu Tag schwächer und schwächer".
Denn bisher haben Meta, Google, Amazon und Co. das KI-Wettrüsten aus eigenen Mitteln gestemmt. Doch nun stoßen sie an ihre finanziellen Grenzen. Die Finanzlast ist so riesig, dass sie sich verschulden oder private Großinvestoren anzapfen müssen. Zudem setzen sie dabei immer mehr auf Finanzalchemie und Schuldenakrobatik, die böse Erinnerungen an die Finanzkrise wecken. Die Risiken der KI-Blase werden damit zunehmend in der US-Wirtschaft verteilt. Sollte es zum Knall kommen, könnte die Schockwelle daher längst nicht mehr nur das Silicon Valley erschüttern. Sondern auch den Finanzsektor und die Mainstream-Wirtschaft.
Die Investoren werden deshalb immer nervöser. Bereits seit mehreren Tagen läuft an den Börsen ein Tech-Ausverkauf. Dieser ist nicht nur auf die völlig von der Realität entkoppelten Bewertungen und die wachsende Erkenntnis zurückzuführen, dass viele KI-Investments Kreisgeschäfte sind, die die Blase zusätzlich aufpumpen. Hinzu kommt der wachsende Schuldenberg der KI-Firmen.
Blue Owl Capital steht dafür wie kein anderes Unternehmen. Noch vor wenigen Jahren hat die Finanzfirma Geld an Tiefkühlbäcker, Whiskybrennereien oder Pumpenhersteller verliehen. Nun strickt sie Milliardenfinanzierungen für KI-Rechenzentren. Auch das Geld für OpenAIs erstes "Stargate"-Flaggschiff in Abilene hat Blue Owl Capital besorgt. Mit einem Vermögen von fast 300 Milliarden Dollar spielt der Asset Manager für alternative Investments inzwischen in der gleichen Liga wie mittelgroße US-Banken oder Finanzfirmen wie American Express. ...
Die Edelmetalle sind im Vorfeld kriegerischer Auseinandersetzungen meist sehr stark, sobald die Kanonen aber donnern, verschiebt sich der Fokus auf die Energiemärkte und die Edelmetalle korrigieren. Wir hatten rechtzeitig vor zwei Wochen darauf hingewiesen, dass der Ölpreis viel zu billig gegen das Gold geworden war. Wir befürchten, dass der Ölpreis nun unsere Kursziele bei 90 und 120 US-Dollar anpeilen wird.
Im besten Fall pendelt der Goldpreis weiter um die Marke von 5.000 US-Dollar und dürfte damit auch den Silberpreis stützen. Kommt es hingegen zum Crash an den Finanzmärkten, wird alles abverkauft werden. Öl, Energie und die Agrarmärkte könnten hingegen abenteuerliche Kursanstiege erleben.
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Insgesamt reagierten die Finanzmärkte mit einer klassischen „Risk-off“-Bewegung. Aktien, Tech und Krypto rutschten ab. Anleger suchten stattdessen Zuflucht bei Staatsanleihen und US-Dollar.
Nach anfänglicher Stärke präsentieren sich Gold und Silber mittlerweile eher schwach.
In Krisenphasen wie 2008 zeigte sich bereits, dass Engpässe in der Liquidität zu Zwangsverkäufen führen können – auch bei eigentlich „sicheren“ Werten. Entsprechend überrascht es nicht, wenn kurzfristig Druck auf Edelmetalle entsteht, obwohl die dramatische geopolitische Eskalation langfristig eine deutliche Aufwertung verspricht.
In dem extrem unsicheren Umfeld heißt es vorsichtig bzw. abwartend und defensiv zu agieren. Steigende Marginanforderungen, volatile Transportmärkte und die Dominanz des Ölpreises verschieben die Liquiditätsströme weg von den Edelmetallen hin zu Energie-Assets. Trotzdem bleiben physische Edelmetalle Pflicht, ebenso eine deutlich erhöhte Liquiditätsposition. Fremdkapitaleinsatz und Hebel sollten hingegen dringend reduziert werden.
Sobald sich die geopolitische Lage stabilisiert und die Notenbanken die Druckerpressen angeworfen haben, wird Gold seinen Status als ultimativer Wertspeicher erneut bestätigen. Silber dürfte dabei, angetrieben von Industrie-, Rüstungs- und Energienachfrage, prozentual stärker zulegen.
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 55 | 56.581 | Die besten Gold-/Silberminen auf der Welt | Bozkaschi | grafikkunst | 13:01 | |
| 254 | 151.924 | SILVER | Börsen Orakel | MalakoffKohlaEufi | 09.03.26 08:48 | |
| 62 | 4.864 | Silber - alles rund um das Mondmetall | Canis Aureus | Canis Aureus | 06.03.26 19:53 | |
| 7 | DMET.NEO (Denarius Metals) | 1ALPHA | 1ALPHA | 05.03.26 14:49 | ||
| 37 | Denarius Metals Corp. | 1ALPHA | PolluxEnergy | 05.03.26 09:50 |