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Atomstreit: USA und Iran beginnen neue Verhandlungen in Oman

MASKAT/WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran und die USA haben in der omanischen Hauptstadt Maskat die dritte Runde ihrer Atomverhandlungen begonnen. Parallel zu den politischen Gesprächen zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff finden diesmal auch technische Verhandlungen statt.

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Die New Yorker Freiheitsstatue. New York ist die Börsenmetropole der Vereinigten Staaten.
Quelle: - pexels.com:

"Wir meinen es ernst - wenn die Amerikaner es ebenso tun, besteht eine Basis für eine Einigung", erklärte Araghtschi vor seiner Abreise nach Maskat. Um den Verhandlungsprozess zu beschleunigen, sei Teheran sogar zu einem Interimsabkommen bereit, so der Minister. Zudem stellte Araghtschi den USA im Falle einer Einigung Investitionen in Milliardenhöhe im Iran in Aussicht.

Präsident Donald Trump zufolge ist das Hauptziel der USA, die Entwicklung einer iranischen Atombombe zu verhindern. Sollten die Verhandlungen scheitern, droht er dem Iran mit militärischen Konsequenzen.

Urananreicherung im Fokus

Nach Einschätzung von Experten geht es in dieser Runde vor allem um die Frage der iranischen Urananreicherung, deren Regelung als wesentliche Voraussetzung für eine politische Einigung gilt. Im Wiener Abkommen von 2015 wurden dem Iran ein maximaler Anreicherungsgrad von 3,67 Prozent und ein Vorrat von bis zu 300 Kilogramm Uran zugestanden.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen 2018 hatte sich auch Teheran von den Vereinbarungen abgewandt. Die Anreicherung wurde auf 60 Prozent erhöht. Die Vorräte überschreiten mittlerweile 8.000 Kilogramm. Der Iran beteuert, kein Atomwaffenprogramm zu verfolgen, lehnt aber einen vollständigen Verzicht auf zivile Nukleartechnologie ab.

Kompromisssignale aus Teheran

In den vergangenen Tagen gab es Beobachtern zufolge Signale aus dem Iran für mögliche Zugeständnisse. Demnach soll Teheran soll zu einer Rückkehr zu den technischen Auflagen von 2015 sowie zur Reaktivierung der Überwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in seinen Atomanlagen bereit sein. Außerdem will Teheran Garantien vorgelegen, dass seine Atomprojekte ausschließlich friedlichen Zwecken dienen und keinen Waffenprogrammen.

Wirtschaftskrise als Druckfaktor

Im Gegenzug verlangt Teheran ein Ende der US-Sanktionen, die das Land in eine schwere Finanzkrise gestürzt haben. Dabei geht es vor allem um die Normalisierung der Ölexporte - Irans wichtigste Einnahmequelle

- und die Freigabe eingefrorener Auslandsguthaben. Diese werden auf

mehr als 100 Milliarden Dollar (Dollarkurs) (rund 88 Milliarden Euro) geschätzt. Ohne eine Aufhebung der Sanktionen befürchten Experten eine weitere Verschärfung der Wirtschaftskrise im Iran./pry/str/DP/nas

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