Zu Befürchtungen, dass die US-Regierung der Ukraine weitere militärische und finanzielle Unterstützung verwehren könnte, sagte Pistorius: "Wir werden alles dafür tun, dass wir es kompensieren können, aber vorher werden wir dafür werben, dass die Amerikaner an Bord bleiben."
Die von Kremlchef Wladimir Putin angekündigte Waffenruhe im Ukraine-Krieg während der Jubiläumsfeiern zum Weltkriegsende sieht er skeptisch. "Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt, das eine sind Ankündigungen", sagte er. Putin habe auch über Ostern eine Feuerpause angekündigt, die dann nicht gehalten habe. "Er hat jetzt wieder eine angekündigt, mal gucken, ob die hält, insbesondere auch was die Angriffe auf die Infrastruktur und die Bevölkerung in den Städten angeht."
Den Vorschlag der USA für einen Friedensschluss vergleicht Pistorius mit einer Kapitulation der Ukraine. "Der Vorschlag, der bislang auf dem Tisch liegt, ist eher etwas, was die Ukraine auch schon vor einem Jahr hätte haben können, indem sie kapituliert hätte und im Grunde genommen alles abzutreten, keine Nato-Mitgliedschaft und keine ausreichenden Sicherheitsgarantien", sagte er. Die Ukraine habe bereits zweimal Sicherheitsgarantien bekommen, 1994 und im 2015 von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine geschlossenen Minsk-Abkommen. "Und beides mal hat es nichts genützt."/hme/DP/zb
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