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Vance droht mit Rückzug aus Ukraine-Friedensgesprächen

WASHINGTON/ NEU-DELHI (dpa-AFX) - Die US-Regierung erhöht den Druck auf Russland und die Ukraine, ein Friedensabkommen zu schließen. "Wir haben sowohl den Russen als auch den Ukrainern einen eindeutigen Vorschlag unterbreitet, und es ist an der Zeit, dass sie entweder "Ja" sagen, oder dass die Vereinigten Staaten sich aus diesem Prozess zurückziehen", sagte US-Vize JD Vance während eines Besuchs in Indien und nahm dabei Bezug auf frühere Aussagen von US-Außenminister Marco Rubio.

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Die USA hätten ein "außerordentliches Maß" an Diplomatie betrieben und versucht, "die Dinge aus der Perspektive sowohl der Ukrainer als auch der Russen zu verstehen".

"Ich glaube, wir haben einen sehr fairen Vorschlag gemacht. Wir werden sehen, ob die Europäer, die Russen und die Ukrainer letztendlich in der Lage sind, diese Sache über die Ziellinie zu bringen", sagte Vance weiter. Er sei aber "ziemlich optimistisch". Alle hätten in guter Absicht verhandelt, nun sei es an der Zeit, die finalen Schritte zu gehen. Das Ziel sei ein "langfristiger Frieden". Sowohl die Ukrainer als auch die Russen müssten einen Teil des Territoriums, das sie derzeit kontrollieren, aufgeben, betonte der US-Vize. "Wir hoffen, dass uns die Russen und Ukrainer auf halbem Weg entgegenkommen."

Rubio nicht bei Gesprächsrunde in London

Vergangene Woche hatte sich US-Außenminister Rubio nach Gesprächen mit europäischen und ukrainischen Vertretern in Paris ähnlich wie Vance geäußert. Er sagte etwa mit Blick auf ein Ende des Krieges: "Wir müssen jetzt innerhalb weniger Tage herausfinden, ob das auf kurze Sicht machbar ist. Denn wenn nicht, dann müssen wir einfach weiterziehen."

Eigentlich wurde Rubio heute zu einer weiteren Gesprächsrunde in London erwartet - sagte seine Teilnahme allerdings kurzfristig ab. Das hatte die Erwartungen an schnelle Fortschritte in den Verhandlungen für einen Frieden in der Ukraine gedämpft./nau/DP/jha

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